Thielemann, Herkner, Denker

In dem Projekt “Vom Body-Mass-Index zum ökologischen Fußabdruck – Ökologische Berechnungsmodelle als Designherausforderung” an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) sind Stephan Bohle und seine Studenten der Fragestellung nachgegangen mit welchen “Diäten” sich bestimmte “Idealwerte” einer nachhaltigen Lebensweise erreichen lassen. Die Verbrauchs- und Emissionswerte westlicher Lebensstile sind nicht-nachhaltig und müssen dringend reduziert werden, um innerhalb der Grenzen der Tragfähigkeit der Erde zu bleiben. Den Menschen müssen die ökologischen Verbrauchsgrößen verständlich vermittelt werden und es müssen Lösungen gefunden werden, die eine nachhaltige Lebensweise auf attraktive Weise unterstützen. So haben Studenten eine CO2-Steuer erfunden, die pro eingesparte Tonne CO2 einen Steuerfreibetrag vorsieht, sie haben den “größten (begehbaren) Rucksack der Welt”konzipiert, der den Produktverbrauch von Ressourcen, gemessen in Material-Input pro Serviceeinheit (MIPS), veranschaulicht und eine neue “Bank” gegründet, die Guthabenzinsen überweist, wenn der persönliche ökologische Fußabdruck reduziert wird. Interessantes Design: Die Kreditkarte der Bank zeigt an, wieviel Erden für den momentanen Lebensstil nötig wären, wenn alle Erdbewohner die eigene Lebensweise nachahmen würden. Je weniger Erden auf der Karte zu sehen sind, umso nachhaltiger ist der Lebensstil des Kartenbesitzers. Eine interessante Alternative zu den ganzen “Gold- und Platinkarten”.

Bankkreditkarte©Thielemann, Herkner, Denker

Ökologischer Rucksack©Gassong, Kunze, Wolf

CO2 Steuer©Kreher, Lorenz

Gassong, Kunze, Wolf

Kreher, Lorenz

 

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