Siehst Du? So kann es gehen.

Woher kommen die innovativsten Mobilitätskonzepte Europas? Aus Deutschland? Nein, aus der Schweiz. Neben smart, der ja ursprünglich eine Erfindung des Swatch-Chefs Hayek ist, oder dem Elektroflitzer mindset liegt jetzt ein weitere saußergewöhnliches Konzept mit Namen UC der Schweizer Firma Rinspeed vor (http://www.rinspeed.com/pages/content/frames_e.htm). Das Komnzept sieht vor eine optimale Symbiose zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr zu schaffen. „Die großen Autokonzerne machen einen gravierenden Fehler: Sie wollen die Eier legende Wollmilchsau bauen“, so der Rinspeed Firmenchef Frank Rinderknecht. „Aber nur eine Kombination der unterschiedlichen mobilen Formen kann den Durchbruch schaffen.“ Deshalb hat Rinspeed ein Elektrofahrzeug entwickelt, das auf einfachste Art und Weise mittlere wie lange Strecken mit der Bahn zurücklegen könnte. Die dafür entwickelten Bahnwaggons haben eine Breite von drei Metern. Damit kann das Mobil quer einparken, während sich der Fahrer auf dem verbleibenden Gang frei bewegen und ins Personenabteil wechseln könnte.(fs)

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0710 Lust auf Luft

Was wäre, wenn wir alle die Windkraft auf unseren Dächern nutzen würden? Das wäre eine echte Revolution. So heißen die zwei neuen Micro-Turbinen, die Philipp Starck zusammen mit dem italienischen Unternehmen Pramac entwickelt hat, denn auch Revolutionair (www.revolutionair-pramac.com). Ende Januar wurden sie auf La Triennale in Mailand präsentiert. Die Variante 400W WT hat eine quadratische Form und erzeugt eine Leistung von 400W, die Variante 1KW WT hat eine leicht gedrehte Form und erzeugt eine Leistung von 1KW. Die Turbinen eignen sich für urbane Anwendungen und funktionieren unabhängig von der Windrichtung. Sie sehen elegant aus, sind sehr leise und laut Promac auch für Gärten und Boote geeignet.
Das Kommunikationskonzept passt perfekt zum revolutionären Namen und zum Thema Wind. Der querformatige Katalog hat als Zwischenseiten Pappen, in die Parolen hineingestanzt sind, zum Beispiel „Air belongs to all“, „Revolution starts at home“ oder „contra corriente siempre“ (immer gegen den Strom). Diese Textseiten, durch deren Buchstaben beim Blättern die Luft durchströmt, lassen sich heraustrennen und als Sprühschablonen benutzen, wie der Katalog auf der letzten Seite nahe legt. Allerdings mit dem Vermerk: „Please do it in your own bedroom, don’t do it on public places.“ Sehr clever. (na)
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0610 M wie Modular

Wie auch schon in der Februar-Ausgabe von BGB geschehen, möchten wir einen weiteren spannenden Eco-Archtitekten vorstellen: Michael Jantzen und sein Projekt M-house. Das modulare System aus vorgefertigten Panels kann auf einfachste Weise zusammengesteckt werden und ist beliebig um- und ausbaubar. Im gezeigten Beispiel sind die Panels aus Stahl, können aber aus anderen (Eco-)Materialien hergestellt werden. Das Haus produziert seine Energieversorgung mit Hilfe von Solar- oder Windenergie. Anwendungsbereiche sieht der Architekt neben dem Wohnen auch als Pavillons für Ausstellungen, Kinderspielplätze, Ladengeschäfte oder Büros (www.michalejantzen.com). (fs)
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0510 Korrekt verstaut

Niemand muss unterwegs so viel Essen mit sich rumschleppen wie Kinder (oder ihre Eltern). Aber wie verpackt man all die Schulbrote, Obststücke, Gurkenscheiben, Kekse und all das, wenn man nicht nur Müll wie Folien und Plastiktüten, sondern auch Plastikdosen- und Flaschen vermeiden will? Kids Konserve aus Phoenix, Arizona (www.kidskonserve.com) hat ökologisch Korrektes parat und setzt erfreulicherweise statt auf Bärchen, Häschen und Co. auf frische abstrakte Muster. Die Säcke und -Einschlagtücher bestehen aus recycelter Baumwolle, die Dosen aus Edelstahl, ihre Deckel aus recyceltem und recycelbarem Plastik, das Bisphenol-A-frei ist. Die Umhängetaschen sind aus einem Stoff aus recycelten Plastikflaschen hergestellt, ebenso die Hülle der nicht-toxischen Kühlelemente.
Die Firmengründerinnen Lynn Julian, vorher in der Financial Services Branche, und Chance Claxton, vorher in der Möbelbranche und Beraterin für Start-Ups, agieren in Sachen Marketing äußerst professionell. Sie gehen auf Schulen zu, bieten ihnen Tipps für die Müllvermeidung an und bieten über diese Partner-Schulen ihre Produkte den Eltern an. Außerdem können Schulen auch ihre Logos auf die Flaschen drucken lassen und durch deren Verkauf ihr Umweltbewusstsein nach außen kommunizieren. Win-Win-Win. (na)
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0410 Liebe fürs Detail

479° Fahrenheit ist die ideale Temperatur, um aus Maiskörnen Popcorn zu machen. Als Jean Arnold dies herausfand, war ihr klar, dass es der perfekte Name für ihre geplante Popcorn-Marke war. 479° Popcorn (www.479popcorn.com) stellt die Produkte von Hand in kleinen Partien in Kupferkesseln her und fügt den ökologisch erzeugten Maiskörnern Bio-Karamel und aparte Gewürzmischungen hinzu. Auch gourmettaugliche Varianten zählen zu den Geschmacksrichtungen: Black Truffle and White Cheddar, Vietnamese Cinnamon Sugar oder Madras Curry Coconut + Cashews.
Gerade brachte das in San Fransisco ansässige Unternehmen ein Pop It Yourself Kit heraus. 100 Prozent der Erlöse dieses Produkts gehen an die Non-Profit-Organisation Urban Sprouts, die in städtischen Schulen Beete anlegt und mit Schülern essbare Pflanzen anbaut. 479° Popcorn arbeitet mit lokalen Bauern, die Fair Trade Prinzipien achten, kompostiert „bis zum letzten Korn“, verwendet Pappboxen und -Zylinder aus nachhaltiger Herstellung als Verpackung, verwendet Öko-Putzmittel und Energiesparlampen…mehr geht wohl kaum.
Dass Jean Arnold jedem Detail viel Aufmerksamkeit schenkt und Tradition und Modernität zu verbinden weiß, vermittelt sie auch mit dem Verpackungsdesign. Als Gegengewicht zum streng typografischen Logo (479°) und den Detailfotos einzelner Popcorns kommen verschiedene filigrane Ornamente zum Einsatz. Das Produktsortiment wird zudem durch Farbflächen strukturiert, die perfekt aufeinander angestimmt sind und Assoziationen an asiatische Gewürzmärkte wecken. Da fühlen sich mehr Sinne als nur das Auge angesprochen. (na)
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0310 Absolut Resolut

Wenn Designer eine Kosmetikmarke entwickeln sind das keine schlechten Vorzeichen. Wenn die Kosmetik dann noch Eco-Kosmetik ist, freuen wir uns besonders. Herausgekommen ist in diesem speziellen Fall die Marke Absolution der französischen Designerin Isabelle Carron (www.absolution-cosmetics.com). Absolution ist eine Pflegeserie, die den natürlichen Bedürfnissen der Haut und gleichzeitig denen der Nachhaltigkeit gerecht wird. Die Unisex-Produkte werden individuell an die Kundenwünsche angepasst und kombinieren Inhaltsstoffe aus ökologischem Anbau mit einem Verpackungsdesign, das entweder aus recycelten oder recycelfähigen Materialien besteht. Das auch ästhetische Qualität wichtig, predigen wir ja ständig. Und deshalb ist sich auch Isabelle Carron darüber im Klaren, dass das Erscheinungsbild einer Marke den Spaß am verantwortungsbewussten Konsum in hohem Maße erhöht. (fs)
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0210 Persönlichkeiten aus Wolle

Es muss nicht immer Plüsch sein, Ex-Pullis tun’s auch. cate & levi (www.cateandlevi.com) stellt aus ihnen und anderen Wollprodukten herrliche Handpuppen und Tiere her, die es nur einmal gibt, genau wie das Kind, das so ein Objekt geschenkt bekommt. Firmengründer Josh Title stellt die Unikate zusammen mit einem Produktionsteam in seinem Studio in Toronto von Hand her. Er stopft die Tiere mit neuer, ungefärbter Wolle aus und bezieht alle Rohstoffe aus dem lokalen Umfeld. 10 Prozent des Gewinns gehen an bedürftige Kinder.
Sein feiner Sinn fürs Design zeichnet die Kollektion aus. Die Stuffed Animals-Reihe lässt Eltern an ihre eigenen Kindheitsbegleiter denken, die erst rumgeschleppt, abgeschabt und vollgeschnoddert zu ganzer Charakter-Größe aufliefen. Josh Title gelingt es, seinen Tieren diese Portion Persönlichkeit von vornherein einzuhauchen. (na)
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0110 Organic&fashion&stylish&sexy

Das Eco-Fashion nicht langweilig sein muss und auch mehr sein kann als T-Shirts und Hoodies zeigt uns John Patrick aus den USA. Auf der letzten New York Fashion Week sorgte seine Kollektion für Furore. Stylish, sexy und organic. John Patrick wurde mit dem Ecco Domani 2010 Sustainable Design Award ausgezeichnet. Ein Wermutstropfen bleibt. Laut unseren Information sind die Kollektionen noch nicht in Deutschland erhältlich (http://www.johnpatrickorganic.com). (fs)





