Klimawandel. Der Name ist leider verbrannt. Zu oft erwähnt, zu oft besprochen. Obwohl Realität, geht das an uns vorbei, teilnahmslos, berührt nicht. Jetzt gibt es auch noch ein neues Buch darüber. Aber dieses Buch von Claus-Peter Hutter und Eva Goris ist anders. Fiktion (mit wunderbaren Comiczeichnungen) und Hard Facts zugleich. Die Geschichten spielen im Jahr 2035, es sind alles Horrorszenarien. Ein Wirbelsturm samt Sturmflut fordert in Hamburg 12.000 Tote, ein Bergrutsch in den österreichischen Alpen verschüttet ein ganzes Tal. Bangladesch versinkt im Meer, krankheitsübertragende Stechmücken führen zur weltweiten Ausbreitung von Seuchen. Millionen Klimaflüchtlinge vegetieren in streng gesicherten Auffanglagern dahin. Der Leser könnte das als Schwarzmalerei abtun – wenn da nicht jeweils die wissenschaftlichen Fakten zu den prognostizierten Folgen der Erderwärmung beschrieben und mit einer Menge Grafiken und Bildern veranschaulicht werden. Was sich wie Science Fiction liest, droht tatsächlich Wirklichkeit zu werden, wenn die Menschheit nicht ganz schnell die Kurve bekommt.

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Claus-Peter Hutter, Eva Goris: Die Erde schlägt zurück. Wie der Klimawandel unser Leben verändert. (Bild: Droemer Verlag)

 

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