iglu

Es gibt leider nur wenige Kampagnen zum Thema Nachhaltigkeit, die innovativ und von höchster kreativer Exzellenz sind. Ein positives Beispiel ist da die Zusammenarbeit des Regisseurs Ralf Schmerberg mit seinen Mindpirates und dem Energiekonzern entga. Was die Beiden sich einfallen lassen, kann sich sehen lassen. Letzten Winter überzeugten sie mit der Schneemannkampagne in Berlin und jetzt konnte man eine weitere spannende Aktion in Hamburg bewundern. Auf dem Hamburger Gänsemarkt ist im Rahmen der Denkanstöße-Kampagne (http://denkanstoesse.de) die Aktion „Stromfresser“ verwirklicht worden: Ein Iglu, das sich aus 322 aktiven Kühlschränken (!) zusammensetzt und im Inneren einen „Altar der Verschwendung“ beherbergt. Entstanden ist so ein Mahnmal der Energie- und Ressourcenvergeudung. Was die Aktionen so wertvoll macht ist, dass sie einem breiten Publikum auf unterhaltsame Art und Weise viel Informationen vermittelt. Einer Studie der EU Kommission zufolge zeigte, das Befragte, die sich über den Klimawandel (seine Ursachen, Konsequenzen und die Möglichkeiten, ihn zu bekämpfen) informiert fühlen, öfter Maßnahmen einsetzen, um diesen zu bekämpfen, als Befragte, die sich schlecht informiert fühlen. Wenn Information eine wesentliche Voraussetzung für nachhaltiges Handeln darstellt, dann ergibt sich daraus eine neue Verantwortlichkeit für das Kommunkationsdesign. Und damit kommt dem Designer, den Grafikern und Werbern eine sehr wichtige, aber noch sehr unterschätzte Rolle im Kampf um eine nachhaltigere Gesellschaft zu. Schmerberg zeigt, wie es geht.

 

Kommentare sind geschlossen