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Wir wissen, das hinter den Krisen (Wirtschafts-, Finanz-, Banken-, Klima- und Umweltkrise) eine Systemkrise steckt. Die Ursache der (Krisen-)Symptome liegt begründet in einem System (lassen wir jetzt mal der einfacherhalbe die Diskussion über die Rolle der Aufklärung aussen vor), das sich in der Zeit der Industriellen Revolution gebildet hat und über 200 Jahre alt ist. Damals gab es ca. 1 Milliarde Menschen auf der Erde, keine vom Menschen verursachte globale Klima- und Umweltprobleme und die Ressourcen standen in einer scheinbar unendlichen Verfügbarkeit bereit. Jetzt ringen nach den fast gleichen Prinzipien und Gesetzen 7 Milliarden Menschen um Ressourcen und Wohlstand. Die Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit der Erde sind erreicht und zum Teil schon überschritten.
Wir wissen, dass wir auf die anthropogene Umwelt- und Klimakrise schnellstens reagieren und Lösungen finden müssen. Es geht also längst nicht mehr um das Was sondern um das Wie.
Ich erlebe auf Konferenzen und Symposien sehr oft, dass die Diskussionen um das Wie häufig in einer emotional geführten Ideologie-Debatte enden und eine konstruktive Lösungsfindungsdiskussion verhindern. Dort der Kapitalismus, auf der anderen Seite die Gegenspieler Sozialismus und Kommunismus. So werden die Fronten aufgebaut und Lösungsansätze gleich im Keim erstickt. Derweil liegen unterschiedliche Vorschläge auf dem Tisch, die sich lohnen diskutiert zu werden. Die Konzepte für den Systemwechsel nennen sich Ökokapitalismus (Hawken, Lovins), Ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS), Nachhaltige Ökonomie (Rogall) oder Postwachstumsökonomie (Paech). Hierüber lässt sich diskutieren und kultiviert streiten, aber bitte ohne belastende und in die Sackgasse führende Ideologiegrabenkämpfe. Wir wissen, dass wir nur noch ein Zeitfenster von 10 bis 15 Jahren für den Wandel haben, so das wir uns rasend schnell auf den Weg machen sollten, eine nicht-nachhaltige Gesellschaft- und Wirtschaftsform in eine Nachhaltige zu transformieren. Wir können uns nicht leisten, auf die Bremsen zu treten.

 

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