Am 20. Mai 2012 findet im Skulpturenpark von Schloss Gottorf in Schleswig anlässlich des 13. Gottorfer Landmarkts die Ausstellung „Frisches Grün“ statt. Junge Unternehmen präsentieren ihre Produkte in einer Ästhetik, die mit den alten Öko-Klischees nichts mehr gemein hat. Auf inhaltlicher Ebene ist sie getrieben von der Suche nach neuer Identität und dem Willen, ethische Identifikationspotentiale zu schaffen. Dabei wird auch der Designbegriff neu definiert: Es geht eben nicht um schönen Schein, sondern um einen Gestaltungsprozess, der ökologische Werte von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling konsequent umsetzt. Diese Unternehmen überzeugen die Konsumenten mittels innovativer Formensprachen und vielfältiger Materialien, die oftmals für ungewohnte haptische Qualitäten sorgen. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger sprechen sie auf diese Weise auch viele Leute an, die ökologischen Werten bisher nicht oberste Priorität beimaßen und animieren sie zu nachhaltigem Konsum. So zeigt sich, dass Design dem ökologischen Wandel starken Rückenwind geben und ihm dabei zugleich eine eigene gestalterische Kultur verleihen kann. Diese gestalterische Kultur beleuchtet die Ausstellung „Frisches Grün“ anhand von rund 30 Exponaten aus aller Welt – zum Beispiel aus Frankreich, Spanien, Groß Britannien, Norwegen, Niederlande, Kanada, Neuseeland, USA, Japan und Taiwan. Der Besucher erhält einen Überblick über internationale Vorreiter im Bereich ökologische Gestaltung quer durch Branchen wie Wohnen, Mode, Technologie, Food, Kosmetik und Kinder. Die Produkte werden in 6 Gewächshäusern ausgestellt (jeweils rund 2,00 m x 2,50 m), die im Skulpturenpark von Schloss Gottorf (www.schloss-gottorf.de) vor der Sammlung der Klassischen Moderne positioniert werden (Sponsor: Vitavía). Der Besucher kann sich um diese wie um gläserne Vitrinen herumbewegen und die Objekte von Außen betrachten, wobei Texttafeln Auskunft über die jeweiligen Exponate geben. Durch die Präsentation im Gewächshaus wirken die Objekte wie frisch gewachsen, was der Ausstellungstitel zusätzlich unterstreicht. Text, Konzept und die Kuration stammt von Jutta Nachtwey.
Mehr Infos unter: www.gottorfer-landmarkt.de

 

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