Das Buch von Manfred Linz „Weder Mangel noch Übermaß“ ist eine Sammlung verschiedener Aufsätze und Beiträge, die der 1927 geborene Linz zu den Themen Öko-Effizienz, Lebensqualität und soziales Lernen verfasst hat. Das nur 146 Seiten starke Büchlein ist sehr lesenswert. Es wird deutlich: Neben einer Effizienz- und Konsistenzstrategie, die in der öffentlichen Debatte bevorzugt diskutiert werden, wird es ohne eine zusätzliche Suffizienzstrategie nicht funktionieren, dass wir zu einer nachhaltigen Entwicklung kommen werden. Eindrücklich schildert Linz die Barrieren, die vorhanden sind und eine suffizientere Lebensweise verhindern: Was ist soll bleiben, das Patchwork der Lebensstile, Faszination des Güterwohlstandes und der Fortschrittsglauben. Aber Manfred Linz zeigt auch, wie die diese Barrieren zu überwinden sind und wie die Wandlung hin zu einer maßhaltenden Gesellschaft gelingen kann.

Aus dem Verlagstext:
Weder Mangel noch Übermaß – diese Formel fordert materielle Teilhabe für alle ein, sucht und vertritt zugleich aber streitbar die Begrenzung des Wohlstandes auf ein rechtes Maß. Sie fasst damit das Anliegen dieses Buches prägnant zusammen. Der Autor warnt vor Lösungen, die allein auf technologische Effizienz bauen, ganz gleich wie attraktiv und intelligent sie sein mögen. Denn sie werden in ihrer Durchsetzung und Wirkung überschätzt und verhindern weder Übermaß noch ungerechte Verteilung. Dagegen hilft Suffizienz (von lat. sufficere – ausreichen) als Strategie zur maßvollen Ressourcennutzung unsere Bedürfnisse auf das menschliche Maß zu konzentrieren. Doch wie lernen Gesellschaften das? Was steht dem Wandel zur Zukunftsfähigkeit im Wege? Wie lässt er sich fördern? Hierzu entsteht gerade eine gesellschaftliche Debatte und auch Entscheidungsträger stellen sich den Themen Wachstum und Wohlstand zunehmend kritisch. Manfred Linz liefert dafür einen substanziellen Beitrag.
146 Seiten, oekom verlag München, 2012
ISBN-13: 978-3-86581-399-2

 

Kommentare sind geschlossen