Wir schliessen das Jahr mit einer pessimistischen Aussicht, die Dennis Meadows, einer der Autoren des „Grenzen des Wachstums, neulich in der FAZ gegeben hat. Darin bezweifelt er, dass demokratische Systeme fähig sind, die Verhaltensweisen der Menschen zu ändern. Diese sind zu sehr mit der Gegenwart beschäftigt, als das sie sich Gedanken über die Konsequenzen ihres Handelns für die Zukunft machen würden. Das bedeutet auch, dass das 2-Grad-Klimaziel nicht zu halten ist und wir auf einen signifikanten – sprich katastrophalen – Klimawandel zusteuern. Das Fazit für Meadows lautet, dass wir als Menschheit versagt haben (die Studie „Die Grenzen des Wachstums“ ist Anfang der 70er Jahre erschienen) und“grüne Revolution“ znbd „grüne Wirtschaft“ rein Phantasieprodukte sind. Wobei der Klimawandel gar nicht das eigentliche Problem ist, sondern das Wachstum der Erdbevölkerung und der Industrieproduktion. Nach Meadows befinden wir uns auf einer immer schneller werdenden Achterbahnfahrt, bei der wir zusehends die Kontrolle verlieren und es nur noch um das Überleben geht.
Ein ähnlich desaströses Bild malte vor kurzem Prof. Radermacher, Mitglied des Club of Rome, auf dem Nachhaltigkeitsforum. Nach seiner Auffassung steuert die Welt auf eine neue Feudalisierung zu, in der sich die Eliten der Welt in die Boote retten und aus sicherer Entfernung die Verarmung größerer Volksgruppen und die Auswirkungen des Klimawandels beobachten werden. Enden möchten wir diesen Artikel mit einem Zitat des Literaturnobelpreisträgers Rolland Romain: „Der Pessimismus im Kopf schließt den Optimismus des Wollens nicht aus.“ Das Interview mit Dennis Meadows finden Sie hier.

 

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