Die Zahl ist unglaublich, die jetzt im aktuellen Fleischatlas 2013 der Heinrich-Böll-Stiftung und des BUND vorgestellt wurde: Die Deutschen verzehren über 1000 Tiere in ihrem Leben. Der Fleischkonsum hat sich in den letzten 100 Jahren damit verdoppelt und verursacht eine Menge Probleme. Abgesehen von den eigenen gesundheitlichen Problemen (Fett, Cholesterin, ect.), die jeder selber zu verantworten hat, hat der enorme Fleischkonsum Auswirkungen auf die Umwelt (Waldrodung, Klimagasemissionen, Wasserverbrauch, Überdüngung) und auf Gesellschaften in Schwellen- und Entwicklungsländern (Landraub durch Futteranbau). Die Deutschen (und natürlich die anderen Industriestaaten auch) nehmen armen Ländern das Land weg, um dort Futtermittel für ihre Tiere anzubauen.  Nur 3,2% (!) der deutschen Bevölkerung is(s)t vegetarisch. 85 Prozent essen täglich oder nahezu täglich Fleisch, bis zu 89 Kilogramm im Jahr und damit doppelt so viel wie die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Doe Politik trägt ihrne Anteil an dem desaster bei, in dem sie hohe Subventionen für die intensive Fleischproduktion zahlen. Ein Vertreter des Bauernverbandes verkündete erst neulich, dass Fleisch schmecken muss. Wie und wo das Fleisch hergestellt wird und ob die Tiere darunter zu leiden hätten, spielt keine Rolle. Na dann: Guten Appetit. Wie oft wird die Frage gestellt, was man gegen Klimawandel, Umweltzerstörung und Tierquälerei tun kann. Die einfache Antwortet lautet: ESST WENIGER FLEISCH. Den vollständigen Fleischatlas kann man hier runterladen.

 

Kommentare sind geschlossen