Lange hat man gerätselt, wie es zum weltweiten Bienensterben gekommen ist. In Anbetracht der Bedeutung von Bienen für das Ökosystem und die Nahrungskette sowie im Hinblick auf die vielfältigen Dienste, die sie für den Menschen erbringen, ist ihr Schutz unbedingt erforderlich. Ein Verlust wäre für die Menschen existenzbedrohend. In China kann man schon die absurde Situation beobachten, wie Heerscharen von Menschen versuchen, die Bienendienste zu ersetzen und sich in Äste und Bäume begeben, um die Blüten per Hand zu bestäuben (zu sehen in dem bemerkenswerten Dokumentarfilm „More than honey“ von Markus Imhoof). Die Wissenschaftler der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) haben jetzt in einer Studie eine Reihe von Risiken für Bienen identifiziert, die von Insektiziden ausgehen. Die Behörde wurde von der Europäischen Kommission mit der Bewertung der Risiken im Zusammenhang mit der Verwendung von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zur Saatgutbehandlung bzw. in Form von Granulat ersucht; dabei lag besonderes Augenmerk auf deren akuten und chronischen Wirkungen im Hinblick auf das Überleben und die Entwicklung von Bienenvölkern, den Auswirkungen auf Bienenlarven und das Bienenverhalten. Was sind also die Ursachen? Die unverantwortliche Profitgier der Pharmaunternehmen, die konventionelle Landwirtschaft, die tonnenweise Pestizide auf ihre Monokulturen einsetzt und die Verbraucher, die billige Lebensmittel verlangen.

 

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