Es ist wirklich ein Desaster und wurde leider kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert. Erstmalig wurde auf höchster politischer Ebene (Enquete Kommission des Bundestages) eine Alternative zum angeblichen Wohlstandsindikator BIP gesucht, um zukünftig ein differenziertes und besseres Instrument zur Bestimmung von Wohlstand in einer Gesellschaft zu erhalten. Die sich in den jeweiligen Gräben verschanzten Politiker haben aber die Chance vertan, ein neues Zukunftsmodell, ein neues Leitbild für die Gesellschaft zu entwerfen. Es ist doch immer wieder ernüchternd festzustellen, dass ein politischer Gestaltungswille für eine nachhaltige Entwicklung nicht vorhanden ist (in erster Linie nicht bei FDP und CDU wirklich vorhanden ist). Der Ruf, dass die Politik es richten muß, verhallt in den Gängen und Fluren der politischen Entscheidungsträgern. Ein ähnliches Szenario mit desaströsen Ausgang scheint sich auch in der Energiewende-Debatte anzubahnen. Fazit: Alle Akteure der Nachhaltigkeit sollten auch in naher Zukunft nicht auf die Politik setzen und daher Alternativen finden, wie die Gesellschaft eine nachhaltig Entwicklung voranbringen kann. Es ist der Bürger (siehe Schweiz), der aktiv werden muß. Eine ausführliche und interessante Analyse des Scheiterns der Enquete-Kommission findet man von Ferdinand Knauß von der WirtschaftsWoche unter http://www.wiwo.de/politik/deutschland/enquete-kommission-der-bundestag-dokumentiert-sein-scheitern-/7736856.html

 

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