oekom research, eine führende Rating-Agentur im Bereich des nachhaltigen Investments, analysiert Unternehmen und Länder hinsichtlich ihrer ökologischen und sozialen Performance. Jedes Jahr gibt sie dazu einen Report heraus, der Aktuelle heißt: Globale Geschäfte – globale Verantwortung. Nur jedes sechste von 3000 analysierten Unternehmen zeigt ein gutes Engagement in Sachen Nachhaltigkeit. Mehr als die Hälfte(!) der Unternehmen ist bisher kaum oder gar nicht aktiv. Die Unternehmen, denen das beste Nachhaltigkeitsmanagement bescheinigt werden kann, kommen aus der Papier- und Forstbranche (sozusagen die Nachfahren von Carl von Carlowitz). Gefolgt von Produzenten von Haushaltsprodukten und Automobilhersteller. Es scheint als seien die Barrieren fehlendes Know how, mangelnde personelle wie finanzielle Ressourcen und fehlende Einsicht des Top-Managements nach wie vor unüberwindbar. Häufig wird das Argument der „Nachhaltigkeitsverweigerer“ vorgetragen, das der Markt nach nachhaltigen Lösungen und Produkten nicht verlangt, bzw. nicht bereit ist, dafür einen Aufpreis zu zahlen. Auch wenn diese Behauptung stimmem sollte, kommen Unternehmen in Zukunft an einer Tatsache nicht mehr vorbei: Die Kapitalmärkte, im besonderen die institutionellen Anleger, achten immer stärker auf Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Anlage- und Invenstmententscheidungen. So stellt oekom research fest: Nach einer aktuellen Erhebung der neu gegründeten Global Sustainable Investment Alliance (GSIA) werden weltweit inzwischen mehr als 10,1 Billionen Euro unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien angelegt. Dies entspricht einem Marktanteil von 21,8 Prozent am insgesamt verwalteten Vermögen. Durch die Nutzung von sozialen, umwelt- und governancebezogenen Kriterien bei der Vermögensanlage wollen die vorrangig institutionellen Investoren die Risiken verringern. Unternehmen, die diesen Erwartungen nicht genügen, werden zukünftig größere Hürden überwinden müssen, um sich am Kapitalmarkt Eigen- oder Fremdkapital zu besorgen. So kann dieser Fakt Unternehmen, die sich resistent gegenüber nachhaltigen Herausforderungen bsiher gezeigt haben, durchaus ein schlagkräftiges Argument sein, sich endlich zu bewegen. Mehr Infos zum aktuellen Report von oekom research finden Sie hier.

 

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