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Die als einstig gefeierte Klima-Kanzlerin (Stichwort: Energiewende) trifft die falschen Entscheidungen. Vor ein paar Wochen verhinderten ihre Kollegen von der CDU im Europaparlament die Reformierung des Emissionszertifikatehandels und besiegelten damit das einzig existierende marktwirtschaftliche Instrument, um CO2 wirksam zu reduzieren, zur Bedeutungslosigkeit. futurestrategy berichtete darüber. Jetzt ist die Kanzlerin vor der mächtigen Autolobby eingebrochen, die es (erneut) geschafft hat, dass die EU die neuen Abgasnormen bis 2020 nicht beschließen konnten. Das ist ein Offenbahrungseid der Politik, aber auch der deutschen Autoindustrie, die ansonsten keine Kosten und Aufwand scheut, uns Bürger mit hunderten Seiten starken Nachhaltigkeitsberichten und millionenschweren Kampagnen klarzumachen, wie ernst sie es mit der Nachhaltigkeit meinen. Aber das Ziel bis 2020, die Emissionen ihrer Flotten auf 95g CO2/km war dann doch zu ambitioniert für die deutschen Konzernen. Klar, die Konzepte von tonnenschweren (noch) Statussymbolen stossen wesentlich höhere CO2 Mengen aus, aber bringen auch wesentlich höhere Renditen. Deshalb verkauft man lieber nicht zukunftsfähige und umeltschädigende Produkte solange es geht, als das man sich wirklich um eine nachhaltige Entwicklung bemüht.. Und solange die Politik diesen Wunschkonzert folgt, desto besser.
Liebe Autokonzerne, verschont uns mit Euren schön geschriebenen Nachhaltigkeitsberichten, investiert das Geld lieber in die Entwicklung von zukunftsfähigen Produkten. Liebe Politiker, verschont uns mit den Predigten vergangener und überholter Konzepte („Wirtschaft, Wachstum, Wohlstand“). Die Empirie spricht schon lange eine andere Sprache. Macht endlich Politik, die auch zukünftigen Generationen noch eine lebenswerte Umwelt garantiert.

 

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