Nachhaltig in NRW

Ideen und Initiativen, die die Menschen zu nachhaltigeren Lebensstilen bewegen wollen, sind grundsätzlich begrüßenswert. Das Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) hat das Projekt “ich bin’s! nachhaltig in NRW” lanciert, mit dem Ziel, in Nordrhein-Westfalen eine Informationsplattform zu nachhaltigen Lebensstilen zu etablieren. Mithilfe der Website soll es Verbrauchern erleichtert werden, ihr Verhalten nachhaltig, hin zu einem klimafreundlichen Konsum zu verändern. Darüber hinaus sollen Workshops dazu beitragen, relevante Akteure aus NRW zu vernetzen und deren Zusammenarbeit zu verstärken sowie die strategische Ausrichtung spezifischer Themen des nachhaltigen Konsums zu diskutieren. Soweit so gut. Ob es den Vebrauchern erleichtert wird, sich nachhaltiger zu verhalten, muß erstmal abgewartet werden. Unter den Themenfeldern befinden sich – neben einer kurzen Erklärung – meistens nur Link-Sammlungen. Wer hat die Zeit und die Lust, sich da durchzuklicken. Auf der NRW-Karte sind relativ unübersichtlich alle Projekte eingetragen, die sich weitestgehend mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Das haben vor allem die kriselnden Reformhäuser genutzt und die Karte mit ihren Standortmarkierungen übersät. Warum man auf der Website mit Du angesprochen wird, werden nur die Verantwortlichen wissen. Die Zeichensprache kommt etwas antiquiert daher und spricht bestimmt nicht in erster Linie Jugendliche an. Ein Gebot erfolgreicher Nachhaltigkeitskommunikation lautet: Finde die passende (Bild-)Sprache jeweils für die anzusprechende Zielgruppe. Die Strategie, alle Bevölkerungsteile mit so einer Plattform ansprechen zu wollen, dürfte deswegen fraglich sein. Kommunikationsprofis waren wahrscheinlich hier nicht am Werk.

 

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