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Wenn Politik versagt und der sogenannte freie Markt sich selbst überlassen wird, folgt die Rechnung prompt. Obwohl Deutschland seinen Anteil an erneuerbaren Energien auf 24,7%  ausbauen konnte, werden die CO2 Emissionen erneut in 2013 steigen! Der Grund ist, dass die großen Energiekonzerne prächtig mit der Braunkohle verdienen, weil die Emissionszertifikate mit 5 Euro spottbillig zu haben sind. So wurden aus der Braunkohle laut AG Energiebilanzen mehr als 162 Milliarden Kilowattstunden Strom gewonnen. Nur 1990, als noch die DDR-Kraftwerksschleudern am Netz waren, wurde mehr Strom aus Braunkohle gewonnen. Schlimmer noch. So kann das Ziel der Bundesrepublik, die Emissionen bis 2020 um 40% zu senken, niemals erreicht werden. Und der billige klimaschädliche Kohlestrom wird auch noch in die umliegenden EU-Staaten exportiert und behindert dort den grünen Energieaufbau. Wenn das hochentwickelte Deutschland damit seine Vorreiterrolle verspielt, ist auch die notwendige weltweite Energiewende gescheitert. Unsere Kinder werden sich bedanken. Es braucht mutige Politiker, die die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung nicht nur in der Energiefrage setzen. Das Gesetz des freien Marktes heißt Profitmaximierung und schert sich nicht um Klimawandel und Umweltzerstörung. Deshalb muß es geändert werden. Nur Mut, Herr Gabriel und Frau Hendricks.

Foto©Zeit Online

 

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