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Die Deutschen sind im Fleischkonsum und in der Fleischproduktion spitze. Sie essen fast 60 Kilogramm Fleisch jährlich. In einem Leben macht das: Vier ganze Rinder, vier Schafe, zwölf Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner – durchschnittlich 1097 Tiere. Und: Deutschland ist der europaweit größte Schweinefleischproduzent mit 58 Millionen getöteten Tieren jährlich. Bei den Rindern nimmt die Bundesrepublik mit 3,2 Millionen Platz zwei hinter Frankreich ein, beim Hühnerfleisch mit knapp 628 Millionen Tieren europaweit Platz fünf.
Auf 70 Prozent der weltweiten Agrarflächen werden inzwischen Futtermittel angebaut, um die steigende Nachfrage nach Fleisch zu befriedigen. 308 Millionen Tonnen wurden 2013 weltweit produziert. Wenn die Entwicklung so weitergeht wie bisher, müssten die Produzenten bis 2050 470 Millionen Tonnen Fleisch im Jahr herstellen. Dementsprechend müsste auch mehr Futter angebaut werden – der Platz für Nahrungsmittel, mit denen direkt Menschen versorgt werden, würde immer knapper werden. Einige wenige große Konzerne haben die Bewirtschaftung der Flächen und die Fleischproduktion untereinander aufgeteilt und verdrängen dadurch angepasste Landwirtschaftsmodelle wie die von Kleinbauern oder Nomaden. Aber nicht nur die Menschen leiden unter dem Fleischwahn.
Mit dem Verzehr von einem Kilogramm Rindfleisch zum Beispiel fallen 27 Kilogramm CO2-Äquivalent an, falls die Tiere nicht nachhaltig von Grünland
werden. Ein weiterer Nachteil: Asien folgt Amerika und Europa beim Fleischkonsum. Via klimaretter.info

©Grafik CC-BY-SA Heinrich-Böll-Stiftung, BUND, Le Monde Diplomatique

 

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