Dana.

Ausdruck unseres Lebensstils der Ressourcen- und Energieverschwendung sind die Mengen an Müll, die wir hervorbringen. In Deutschland sind es pro Bürger ca. eine halbe Tonne im Jahr! Der meiste Müll verschwindet für uns wunderbar geräuschlos, fast magisch (sieht man einmal von dem morgendlichen Lärm der Müllautos ab). Aus dem Augen, aus dem Sinn. Wir produzieren Berge von Müll, aber bemerken es nicht; es interessiert uns nicht. Der amerikanische Fotograf Gregg Segal macht mit seinem Projekt 7 Days of Garbage genau diesen scheinbar magisch Unsichtbaren Tatbestand sichtbar. Er hat Freunde, Bekannte und Fremde gebeten, eine Woche lang ihren Müll zu sammeln. Diesen hat er dann mit den Urhebern in Szene gesetzt und fotografiert. In eigenartiger Weise verschmelzen die Menschen mit ihren Müllbergen. Man ist fasziniert und erschrocken zugleich, was sich in einer Woche an Müll so ansammelt. Die Vorstellung, wie der Müllberg aussehen muß, der jedes Jahr von rund 7 Milliarden Menschen produziert wird, liegt außerhalb der Vorstellungskraft. So manch einer spricht ja auch deshalb von der Epoche des Müll- oder Plastikzeitalters, in der wir leben. Die Epoche des Menschen, in der die Produktion von Müll vorherrschend war.

Lya, Whitney and Kathrin.

Alfie, Kirsten, Miles and Elly.

alle Fotos©Gregg Segal

 

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