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Der Weltklimarat hat am 2.11.2014 seinen Synthesebericht des Fünften Sachstandsberichts veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Erwärmung des Klimasystems aus wissenschaftlicher Sicht „äußerst wahrscheinlich“ von Menschen verursacht wird (was immer noch einige Wahnsinnige aus Wissenschaft und Politik bestreiten). Die Konzentration von Klimagasen war heute noch nie so hoch wie in den vergangenen 800.000 Jahren. Das führt dazu, dass Ökosysteme bedroht sind, wie z.B. die Arktis oder die Korallenriffe, das Erträge von Weizen und Mais negativ beeinflusst und die Wasserressourcen an vielen Orten beeinträchtigt werden. Die Wahrscheinlichkeit irreversibler Schäden steigt und die Temperaturen können bei weiter ungebremstem Emissionen auf bis zu 5,4 Grad gegenüber vorindustriellen Bedingungen ansteigen. Alarmierend: Die jetzigen Minderungspläne sind NICHT ausreichend, mit denen die Erwärmung auf 2 Grad beschränkt werden kann. Die technologischen, wirtschaftlichen, sozialen und institutionellen Herausforderungen sind enorm, aber machbar. Lediglich um 0,06 Prozentpunkte würde der Konsumwachstum jährlich gemindert werden, wenn entsprechend in die erforderlichen Klimaschutzmaßnahmen investiert würde. Der entscheidene Schlusssatz: Wirksamer Klimaschutz erfordert gemeinsame Lösungen, er kann nicht erreicht werden, wenn einzelne Akteure ihre eigenen Interessen unabhängig verfolgen. Mal sehen, ob diese Botschaft bei den Ländern ankommt, die sich nächstes Jahr auf der Weltklimakonferenz in Paris treffen werden. Der Bericht kann hier beim deutschen IPPC heruntergeladen werden.

 

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