Fotoprobe-Welt-Kllimakonferenz-

Ein sehr spannendes und gelungenes Beispiel von Nachhaltigkeitskommunikation kann man zur Zeit in Hamburg sehen und erleben. Das Künstlerkollektiv Rimini Protokoll simuliert im Hamburger Schauspielhaus eine Art „Klimakonferenz“. Die Zuschauer werden dabei aktiv in den Prozess einbezogen, lernen (und erfahren) einiges über Klimawandel und die internationale Klimadebatte, die ansonsten ja eher sehr wissenschaftlich verläuft und nur schwer zugänglich ist.

Anfang Dezember 2014 lädt Perus Hauptstadt Lima zur nächsten internationalen Klimakonferenz. Vertreter von über 190 Nationen werden hier im ausklingenden „Jahr der Ambitionen“ zusammentreffen, um vielleicht einen wichtigen Schritt weiterzukommen – hin zu einem Klimaabkommen? Die jährlich stattfindenden Klimakonferenzen – „Conferences of the Parties“ (COP) – sind politische und mediale Großereignisse mit einer eigenen Struktur und Dramaturgie. Es wird um Zahlen und Formulierungen gerungen, Allianzen werden geschmiedet, Aktionspläne in Gang gesetzt – und vieles wird in kleinen Gruppen neben dem Hauptplenum verhandelt.

Was im Original in drei Wochen abläuft, wird das Künstlerkollektiv Rimini Protokoll zu einer dreistündigen, modellhaften Simulation zusammenfassen. Die Zuschauer nehmen dabei die Position der Delegierten ein, sie treffen sich zum Plenum im großen Saal des SchauSpielHauses, gehen in kleineren Gruppen durch das gesamte Theater zu länder- und themenspezifischen Meetings. Geführt werden sie dabei von zwanzig Experten aus der Klimaforschung (u.a. vom Max-Planck-Institut in Hamburg) aus der Politik und von gesellschaftlichen Organisationen, die Hintergründe und Fakten zum Ringen um eine internationale Klimapolitik präsentieren. Wie kommt es zu den Resolutionen bei einer Klimakonferenz? Wie verlaufen die Abstimmungen und wie treffen mehr als 190 Delegationen einstimmige Entscheidungen? Wie werden einzelne Länder gezielt überhört? Welche Delegationen sind die Blockierer – die Dinosaurier des Tages?

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