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Es gibt immer mal wieder technische Lösungen, die rein über Spielereien und Gadgets hinausgehen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders stattet Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten jetzt mit GPS-Armbändern aus. Wenn die Aktivisten sich bedroht fühlen können sie Alarm schlagen und umfangreiche „Rettungsmaßnahmen“ werden sofort eingeleitet. So wie im Fall von Phyllis Omido, Umweltaktivistin in der kenianischen Hafenstadt Mombasa, wo eine Fabrik ein Armenviertel am Rand der Stadt seit Jahren mit Blei verseucht. Sie gründete 2009 eine eigene Organisation, das „Zentrum für Gerechtigkeit, Regierungsführung und Umweltschutz“ und organisierte Demonstrationen und Rechtsberatung für die Anwohner. Dafür erhielt Sie zahlreiche Drohungen. Seit einem halben Jahr trägt sie nun das Armband, und erst kürzlich, Mitte Januar, hat sie zum ersten Mal den Alarm ausgelöst. Sie zog an dem Armband, als sie mal wieder Drohanrufe erhielt, das Signal blinkte in Stockholm auf, und die Civil Rights Defenders verständigten die Beschützer von Omido, darunter ihren Bruder. Der folgte ihr dann den ganzen Tag und hielt das Büro in Schweden pausenlos auf dem Laufenden über die Lage in Mombasa. Auch eine interessante Variante von Nachhaltigkeitskommunikation.
via Süddeutsche Zeitung

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