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Einen Beitrag zum bewussteren Umgang mit Lebensmitteln leistet die Plattform mundraub.org. Die Initiative hat sich zur Aufgabe gemacht, die Ernte von Früchten zu organisieren, die keiner will. Die Idee: Menschen tragen in einer interaktiven Karte den Fundort von allem ein, was wild wächst und den Eindruck macht, als ob es essbar wäre und von niemandem gepflückt wird. Und andere Menschen können das Obst, das Gemüse, die Kräuter dann ernten. So verkommt einerseits nichts, und andererseits wird weniger Essen gekauft, das zuvor rund um die Welt gekarrt wurde. Ein weiterer wichtiger Lerneffekt: „Die Menschen bekommen wieder ein Gefühl dafür, was eigentlich für eine Arbeit in einem Apfel steckt. Wenn man einen Apfel nicht im Supermarkt kauft, sondern selbst auf den Baum klettert, den Apfel pflückt, mit einer Schubkarre wegfährt dann schmeißt man so schnell keine Lebensmittel mehr weg (Anmerkung: Die Deutschen schmeissen jedes Jahr Lebensmittel im Wert von 22 Milliarden Euro weg). Dann erkennt man auf einmal den Wert der Dinge wieder“, so einer der Initiatoren Konstantin Schroth.
Quelle: SZ vom 13.09.2014

 

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