Kohle

Politiker der Regierungsparteien und der Opposition haben in England ein Ausstiegsgesetz für Kohle verabschiedet. In dem Papier des sensationellen Beschlusses heißt es, „den Umbau hin zu einer wettbewerbsfähigen, energieeffizienten und kohlenstoffarmen Ökonomie voranzutreiben und die Nutzung unverminderter Kohle für die Stromerzeugung zu beenden“. Dabei hat der Kohlestromanteil am Strommix in England einen Anteil von 36 Prozent. Nur Deutschland und Polen erzeugen noch mehr Kohlestrom. Der Beschluss ist klimapolitisch sehr weise und führt zu einer Entlastung des Klimas durch die zukünftige Vermeidung von CO2 Emissionen. Leider wird das positive Engagement dadurch miskreditiert, das man jetzt voll auf die Kernenergie setzt anstatt den Ausbau der umweltfreundlichen Energien aus Wind, Wasser und Sonne zu forcieren. Die britische Regierung plant, den Kernenergieausbau mit 23 Milliarden Euro zu subventionieren. Etliche zukünftige Generationen werden es den kurzsichtigen Politikern um Cameron danken, dass sie sich mit dem Atommüll, der mit dieser Entscheidung hinterlassen werden wird, rumschlagen müssen.

 

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