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Ein Bauer aus den Anden verklagt (mit Unterstützung von Germanwatch) den Stromkonzern RWE auf Vorsogre gegen die Folgen des Klimawandels. Der bewirkt nämlich, dass die Gletscher in den Anden stark schmelzen und z.B. eine Lagune speisen, deren Volumen sich verdreißigfaccht hat. Es besteht die Gefahr, dass eine große Flutwelle sich in das Tal ergießt und Huaraz, das Dorf des anklagenden Bauerns, davon spült. Es müssen deshalb Maßnahmen getroffen werden, damit das nicht passiert. Berufen kann er sich dabei sogar auf das Bürgerliche Gesetzbuch, und dass er dies darf, liegt wiederum an einer EU-Verordnung. Teuer würde es für RWE nicht. Er soll sich nur entsprechend seinem Anteil an den globalen Emissionen an der Entschärfung der Lagune beteiligen, mit geschätzt 0,47 Prozent. Bei 3,5 Millionen Euro Kosten wären das 17 000 Euro. Juristisch ist das hochspannend und neu und könnte bei positivem Ausgang für den Bauern enorme Auswirkungen auf Unternehmen mit klimaschädlichen Geschäftsmodellen haben.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

 

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