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Die Europäische Union hat eine neue Studie zum Abfallaufkommen in Europa veröffentlicht. Die Menge an Müll hat sich zwar reduziert (seit 2002 um 8,7%), liegt aber immer noch bei fast einer halben Tonne pro Kopf bei den Siedlungsabfällen. Eindeutig zu viel. Recycelt wurden davon im Durchschnitt 43 Prozent, also über die Hälfte des Mülls in der EU landet auf der Deponie oder wird verbrannt. Natürlich gibt es zwischen den Ländern Unterschiede. Deutschland schneidet beim Recycling mit einer Quote von 64 Prozent als Klassenbester ab. Auffällig ist das schlechte Abschneiden von Dänemark, die ja sonst zu den Themen Mobilität und Nachhaltigkeit eher immer glänzen. Die Dänen produzieren den meisten Müll (747kg/Kopf) und verbrennen noch mehr als die Hälfte davon. Deutschland produziert über 600kg pro Kopf, eine minimale Verbesserung gegenüber dem Jahr 1995. Aber: Wir erreichen somit in Deutschland eine relative Entkopplung von Müllaufkommen und BIP-Wachstum aber keine absolute Entkopplung, dann müßte das Aufkommen nämlich wesentlich stärker sinken. Der Zero Waste Ansatz fordert eine 90-prozentige Verwertung des Mülls, dass aber nur mit Hilfe von Kompostierung, einer Reduzierung des Konsums und damit des Ressourcenverbrauchs und durch eine andere Herstellungsweise von Produkten (C-to-C) erreichbar gemacht werden kann. Es gibt noch viel zu tun. Die europäische Initiative Zero Waste Heroes möchte dieses Problem mit einem innovativen Bottom-up-Ansatz und mit attraktiver Nachhaltigkeitskommunikation angehen.

 

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