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Die Böllstiftung hat gemeinsam mit dem BUND den Kohleatlas veröffentlicht. Neben fundierten Informationen rund um das Thema Kohle überzeugt die Publikation mit guten Grafiken.
Der Abbau von Braun- und Steinkohle und deren Verbrennung haben verheerende Folgen für Mensch und Natur. Die Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke kostet weltweit jährlich mehrere hunderttausend Menschenleben. Allein in Deutschland verursacht die Abgasbelastung durch Kohlekraftwerke Gesundheitskosten in Höhe von etwa vier Milliarden Euro pro Jahr. Mit einem jährlichen Ausstoß von weltweit rund 15 Milliarden Tonnen CO2 trägt keine andere Energiequelle so stark zur Erderwärmung bei wie die Kohle. Die bekannten globalen Braun- und Steinkohlereserven betragen rund 1000 Milliarden Tonnen. Soll der Klimawandel einigermaßen beherrschbar bleiben, darf davon nur noch ein Bruchteil verbrannt werden. Diese und alle anderen wichtigen Daten und Fakten zur Kohleförderung stehen im heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin veröffentlichten „Kohleatlas“.

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung: „Wenn wir das globale Klimaziel erreichen wollen, müssen wir nahezu 90 Prozent der gesicherten Kohlevorkommen in der Erde lassen. 43 Prozent der Emissionen aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe gehen auf die Kohle zurück. Denn keine andere Energiequelle trägt so sehr zum Treibhausgasausstoß bei wie Kohle. Die 35 größten Produzenten von Kohle – dazu gehören Peabody Coal, RWE sowie staatseigene Konzerne in China, Russland und Indien – sind allein für ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen seit 1988 verantwortlich. Diese Konzerne brauchen klare Regeln für die Senkung des CO2-Ausstoßes. Stattdessen bezuschussen unsere Regierungen diese Konzerne mit milliardenschweren Subventionen. Wir fordern, dass der Lobbymacht der Kohleindustrie durch Transparenz und klare Regeln Einhalt geboten wird. Konzerne müssen für den Schaden, den ihre Produkte anrichten, zur Rechenschaft gezogen werden: sowohl rechtlich als auch finanziell.“
Quelle: Böllstiftung

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