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Die Hamburger Agentur Weigertpirouzwolf hat einen Spot für die Klimaschutzorganisation atmosfair produziert. An der durchaus gelungenen Inszenierung „Vier Jahreszeiten“, in dem man ein Orchester sieht, das in Turbulenzen gerät, während es Vivaldis Komposition spielt, gibt es zwei Punkte anzumerken. Bei Pro Bono Arbeiten haben meistens die Kreativen zuerst eine Idee, die sie verwirklichen wollen, um evtl. bei Wettbewerben Punkte zu sammeln. Dann wird sich eine Organisation gesucht, bei der die Idee passen könnte. Da kann dann die Kommunikation schnell ungenau und nicht zielgerichtet sein. Im Falle der „Vier Jahreszeiten“ könnte auch Germanwatch oder WWF als Absender dastehen. Das sich atmosfair speziell im Bereich der Kompensation von Emissionen aus Flugreisen einsetzt geht aus dem Spot nicht hervor. Auch die Zielgruppe des Spots ist nicht sauber konzipiert. Gilt die Klassikvariante den Businessreisenden und appeliert an ihr Gewissen künftig ihre Flüge zu kompensieren? Da scheint aber der Youtube-Kanal als Kommunikationsträger für diese Zielgruppe eher suboptimal. Oder richtet sich der Spot an die ibizafliegende junge Generation? Hier wird man aber mit Vivaldi wo eher auch nicht punkten können. Grundsätzlich sind ja Pro Bono Arbeiten von Agenturen eine gute Sache. Nachhaltigkeitskommunkation ist aber eine komplexe Angelegenheit, zumindest wenn es eine Wirkung erzielen soll. Den Spot gibt es hier zu sehen.

 

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