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Am 13. August fand der diesjährige Overshoot Day statt. Der Tag, an dem die Menschheit Ihr „Budget“ an Ressourcen und Kapazitäten aufgebraucht hat, die die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann. Gemäss den Berechnungen des Global Footprint Networks entspricht deshalb mittlerweilen unsere Nachfrage an erneuerbaren ökologischen Ressourcen etwas mehr als anderthalb Erden. Die Statistiken zeigen, dass wir bis Mitte des Jahrhunderts die Ressourcen von zwei Planeten beanspruchen. Es wundert daher einmal mehr, wie diese bedrohliche Entwicklung von der Wirtschaft kommentiert wird. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) merkte zum Overshoot Day auf ihrer Website an, dass „die natürlichen Ressourcen, sowohl nachwachsende als auch endliche – für unseren derzeitigen Verbrauch ausreichend vorhanden sind. Das Beispiel Öl zeigt, dass trotz anderslautender Prognosen immer wieder neue Quellen erschlossen werden.“ Hier entlarvt sich eine Denkweise, die einfach nicht die Wahrheit anerkennen will, die seit Jahrezehnten von einer Vielzahl von Wissenschaftlern faktisch und physikalisch bewiesen ist. Aus ideologischen Gründen wird weiter eine nicht nachhaltige Wirtschaftsweise und ein nicht nachhhaltiger Lebensstil verteidigt. Solange diese sogenannten Eliten weiter das Meinungsbild in Deutschland und der Welt bestimmen, wird es schwer sein, sich dagegen Verhör zu schaffen und endlich die notwendigen Veränderungen hin zu einer nachhaltigeren Entwicklung einzuleiten. Oder man ignoriert diese Eliten und beachtet sie gar nicht mehr. Der Ärger über die Ignoranz der Tatsachen erscheint aber leider immer noch mächtiger.
Hier geht es zur Meldung des IW.

Photo©Terra

 

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