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Exemplarisch erleben wir gerade einen Prozess, der spätestens mit der Energiebranche begann (das Sterben der Energieriesen) und der sich jetzt auf andere Industrie ausweitet. Auf dem Weg hin zu einer nachhaltigeren Entwicklung wird es viele Gewinner geben, aber eben auch einige Verlierer. Diese Verlierer sind heute noch mächtige Industrien (Dinosaurier) und sie wehren sich mit allen Mitteln. Dazu gehört die Atom-, Öl- und Kohleindustrie, die gerade die Basis ihres Geschäftsmodells verliert und sich davor drücken möchte, für die Folgen ihres jahrzehntelangen gefährlichen Spiels aufzukommen (Atommüll, Rückbau Atomanlagen, Emissionen, ect.). Dazu gehört die Luftfahrtindustrie (vor allem die Billigfluglinien) und dazu gehört auch die Automobilindustrie, die Produkte herstellt, die keine Zukunft mehr haben. Da nützen auch die hochglanzpolierten sogenannten Nachhaltigkeitsberichte nichts, die den Konzernlenkern ein sauberes, grünes und damit zukunftsfähiges Image verpassen sollen. Die Realität sieht bekanntermaßen anders aus: Tonnenschwere, ressourcenverschwendene und umweltschädliche Produkte, die eine Person von A nach B bewegen. Heute leben bereits über 50% der Weltbevölkerung in den Städten und VW (und natürlich auch andere Autokonzerne) baut Autos, die bei 250km/h abgeriegelt werden müssen. Alle Investitionen und alle Intelligenz eines 600.000 Mitarbeiter großen Konzerns werden in Technologien gesteckt, die im Grunde vor fast 140 Jahren erfunden wurden. Das jetzt Kapital und Kreativität auch in kriminelle Energie umgesetzt wird, um Abgasnormen zu umgehen, ist die Spitze einer Entwicklung, die zeigt, dass dieser Dinosaurier nicht mehr überlebensfähig ist. Die Gierde, so groß wie möglich zu werden und den Profit maximal zu steigern, endet in Kapitalvernichtung und wird den Aktionären viel Geld kosten; der Grundstoff, der bisher das Überleben garantiert hat. Das Sterben der Dinosaurier hat begonnen.

 

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