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Man hat es nicht für möglich gehalten. Aber 195 Staaten haben sich in Paris auf ein neues Klimaabkommen geeinigt. Ausser Frage steht, dass die Weltgemeinschaft versuchen muß, das 2 Grad-Ziel zu erreichen, in dem bis 2050 mindestens 80% der Treibhausgasemissionen reduziert werden. Es wurde sogar die 1,5 Grad-Marke ins Auge gefasst. Papier ist ja bekanntlich geduldig. Das würde nämlich bedeuten, dass bis spätestens 2030 der Ausstieg aus fossilen Energieträgern vollzogen sein müßte (Umweltagentur Cicero). Eher unwahrscheinlich, wenn man sich die Bücher der Konzerne und der Fonds anschaut. In fossile Unternehmen stecken Milliarden Euro von Anlagen, auf der Basis der prognostizierten möglichen Fördermengen in den nächsten Jahrzehnten. An dieser Stelle hatten wir von der sogenannten Carbon Bubble schon berichtet. Wer wlll die schon platzen lassen? Bleiben wir beim 2 Grad-Ziel. Auch hier ist eine Menge zu tun. Die Politik hat jetzt die Weichen gestellt und ist einen Schritt vorangegangen. Hinterherziehen müßte jetzt die Wirtschaft. Aber in den meisten Chefetagen findet eine Klimaschutzdebatte noch gar nicht statt. Klimaschutz ist einfach nicht auf der Agenda der meisten Unternehmen. Es gibt einen kleinen Zirkel (z.B. die 2 Grad-Initiative), der einen ambitionierten Klimaschutz in die Geschäftsstrategie integriert hat. Aber das ist eine Minderheit: Die 2 Grad-Initiative hat gerademal 12 (!) Mitgliedsunternehmen (u.a. Otto und die Deutsche Bahn). Wahrscheinlich kommt erst Bewegung hinein, wenn CO2 endlich einen Preis über eine Steuer bekommt. Und zwar einen, der die ökologische Wahrheit spricht (die Tonne für 80 Euro), so dass die Ignoranten unter den Unternehmen gezwungen werden, in Innovationen und Alternativen zu investieren. Schaun wir mal, was noch möglich ist.

 

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