ESRBENSW

An dieser Stelle hatte wir schon über die sogenante Carbon Bubble der Carbon Tracker Initiative berichtet. Jetzt legt eine Studie des European Systemic Risk Board (ESRB) der Europäischen Zentralbank nach. Machten Politik und Unternehmen nicht rechtzeitig ernst mit dem Klimaschutz, dann drohe eine Krise mit Effekten vergleichbar denen eines großen und andauernden negativen makroökonomischen Schocks, so das Fazit der Studie. Aus den Berechnungen des IPCC weiß man, dass mindestens 2/3 der globalen Reserven an Öl, Gas und Kohle in der Erde verbleiben müssen, um das 2°-Ziel noch für dieses Jahrhundert zu erreichen. Die Energiekonzerne haben aber zum Teil diese Reserven schon in ihren Büchern verbucht, die eigentlich nicht mehr verbrannt (genutzt) werden dürfen. Der Bericht des ESRB weist deshalb auf die große Abhängigkeit des europäischen Finanzsystems von Konzernen, die ihr Geld mit fossilen Rohstoffen verdienen. Banken, Versicherer und Pensionsfonds seien im Umfang von etwa einer Billion (!) Euro mit Unternehmen verflochten, die Kohle, Öl oder Gas fördern. Wenn diese demnächst größtenteils ihrer „Arbeit“ einstellen müssen, kann man erahnen, welche Erosionen das auslösen wird.

 

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