Wir wissen längst (spätestens seit 1972 nach dem Erscheinen von Grenzen des Wachstums des Club of Rome), dass die Art, wie wir leben und wirtschaften nicht mehr zukunftsfähig ist. Wir verbrauchen mehr Ressorucen und emittieren mehr Emissionen als das Erdsystem innerhalb eines Jahres bereitsstellen, bzw. aufnehmen kann. Wenn alle Menschen in dieser Welt so leben würden wollen wie wir hier in Deutschland, müßte man sogar schon drei Erden bereitstellen, um diesen Lebensstil allen zu ermöglichen. Dieses Modell hat also keine Zukunft, erst recht nicht unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten. Die pessimistische Perspektive wäre, daß man an den alten Denk- und Handlungsweisen festhält bis es zu spät ist. Die optimistische Perspektive registriert, dass sich überall auf der Welt und auch hierzulande Einsichten und Bewusstheitsprozesse in Zivilgesellschaftsorganisationen, progressiven Unternehmen und engagierten KonsumentInnen zeigen, um den dringend benötigten Wandel anzugehen. Wir stehen vor einer Vielzahl vor neuen Herausforderungen, für die innovative Firmen schon in den Startlöchern stehen. Das Anthropozän ist das Innovationsmotiv, das alle anderen Innovationsmotive, wie Digitalisierung, soziale Medien, Globalisierung u. a., dominiert – und dominieren muss, wenn die Menschheit die Lebensbedingungen auf diesem Planeten in ungefähr der Qualität erhalten will, die heute noch existiert.

Eine weitere innovative Unternehmung ist seit Anfang November am Start. sustainable natives, eine nachhaltige Unternehmensberatung, die getrieben ist von der Idee, gemeinsam mit Akteuren aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft mutige Antworten für eine gelungene Zukunft zu formulieren. sustainable natives haben den Abspruch, den Veränderungsprozess in Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen: Zu einer nachhaltigen Transformation, die globale Anforderungen und wirtschaftlichen Erfolg verantwortungsvoll miteinander verbindet. Daher hat man Kräfte über Disziplinen hinweg gebündelt: sustainable natives ist eine Genossenschaft, in der UnternehmensberaterInnen, NachhaltigkeitsmanagerInnen, TrainerInnen und Coaches, ForscherInnen, Digital Experts, Kreative und AutorInnen gemeinsam an der Herausforderung Zukunft arbeiten. Ihr Ansatz ist kollaborativ und unternehmerisch: weil komplexe Aufgaben nur gemeinsam gelöst werden können. Stephan Bohle von futurestrategy ist Gründungsmitglied und erfreut sich schon gemeinsam mit seinen KollegenInnen an ersten Anfragen und Mandaten. Mehr Informationen unter sustainablenatives.com

 

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