Konzept Zukunftsmobilität

© mo

Ein Designunternehmen, eine Universität und eine Umweltorganisation haben sich zusammengetan und sind in einem Designthinking-Prozess der Frage nachgegangen, wie man die mobilen Verhaltenswiesen von Städtern zu mehr Nachhaltigkeit verändern könnte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Herausgekommen ist mo – mobility for tomorrow (http://mo-bility.com). Das Konzept sieht die Verknüpfung von Fahrradverleihsystemen, öffentlichen Nahverkehr und Carsharing vor, flexibel und bezahlbar. Um die Menschen zu nachhaltigeren Entscheidungen zu motivieren, setzt das System positive Anreize, in dem man Meilen für zurückgelegte Strecken sammelt, die dann wieder im System eingelöst und verrechnet werden können! (Kennen wir das nicht aus einem anderen, aber wenbig nachhaltigem system?) Je besser die Meilen-Bilanz, desto weniger zahlt der Teilnehmer. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass dieses sinnvolle Konzept (und es sieht auch noch sehr gut aus) nicht in dre Schublade verschwinden wird. (fs) mo_-e-bike-charging-station mo_rent_cargobike © mo ________________________________________________________________ 0712 Beete im Beutel bacsac Pflanzen gehören für die meisten inzwischen in schicke Töpfe. Dummerweise sind sie oft so schwer, dass man am besten nie wieder umzieht. Bacsac (www.bacsac.fr) aus Frankreich geht das Thema Pflanzgefäß dagegen ganz anders an: Säcke statt Töpfe. Die leichten, atmungsaktiven Taschen bestehen aus Geotextilien, die zu 100 Prozent recycelbar sind. Bacsacs sind Frost- und Sonnenresistent und sorgen dafür, dass sich nicht zu viel Wasser in der Erde staut. Sie sind in unterschiedlichsten Maßen erhältlich – von kleinen Balkontaschen bis hin zu großen Formaten, mit denen sich Beete im Beutel schaffen lassen. Auch individuelle Maßschneiderungen sind möglich. Bacsac gelang es, ihren stilvollen Produkten den provisorischen Charme von Urban Gardening-Projekten einzuhauchen. (na) ________________________________________________________________ 0612 Werte statt Inhalt wwf Eine leere Packung? In diesen Tüten, von der Stockholmer Designerin Magdalena Czarnecki (www.tjaneski.com) gestaltet, ist tatsächlich nichts drin – außer einer Faltanleitung, mit deren Hilfe sich das Recycling-Papier in ein Origami-Tier verwandeln lässt. Der Erlös des Tütenverkaufs geht an WWF und dient dem Schutz bedrohter Tierarten. Eine wunderbare Alternative zur abstrakten Spende. (na) ________________________________________________________________ 0512 Schrebergarten mit Stil allotinabox Urban Farming oder Urban Gardening sind ein großer Trend. Immer mehr Stadtmenschen machen sich Gedanken, wie und woher Ihr Essen eigentlich kommt und beschliessen, zumindest in einzelnen Bereichen, die Lebensmittelproduktion selbst in die Hand zu nehmen. Ein sehr populäres Beispiel sind die Prinzessinnnengärtnen in Berlin. Hier hat sich eine vitale Community rund um das Gärtnern mitten in Kreuzberg etabliert. Wer es vielleicht vorzieht auf seinem heimischen Balkon erste Erfahrungen in Sachen „Wie stelle Möhren für meinen Möhrensalat her“ zu sammeln, der bekommt jetzt eine Lösung von Allotinabox (engl. für „Schrebergarten in der Kiste“). Die aus recyceltem Papier hergestellte Box enthält unterschiedliche Samen (je nach Jahreszeit), ein „Wachstumsrad“, eine Art Anleitung zum Pflanzen und Ernten und eine Beschilderung für das zukünftige Gemüse. Das ganze ist wunderbar gestaltet und macht einfach Spaß. So stylisch war Schrebergärtnern noch nie. http://www.allotinabox.com (fs) ________________________________________________________________ 0412 Segeln ohne Seegang dvelas Outdoor-Möbel aus Segeln – nicht nur Bootsfreunden dürften diese Produkte von Dvelas (www.dvelas.com) aus Pamplona gefallen. Das Unternehmen produziert aus gebrauchten Segeln Sitzsäcke und Liegen, die andersherum aufgestellt auch als Sessel nutzbar sind. Auch eine dreieckige Strandmatte ist im Programm, die man an zwei Ecken so miteinander verbinden kann, dass sie am Kopf Schatten spendet und dem Nacken Halt gibt. Die Marke feiert die Authentizität ihrer Materialien, indem sie die Produkte mit Informationen über das jeweilige Segel kennzeichnet: Segelart, Hersteller, zugehöriges Segelboot und dessen Heimathafen. Wozu in die Ferne schweifen? (na) ________________________________________________________________ 0312 Kleidsame Decke happinessinbed Ein Bettbezug mit zwei Paar Ärmeln und Handschuhen dran – wer gern im Bett liest, dem dürfte diese Idee der katalanischen Modedesignerin Andrea Ayala Closa (www.andreaayala.com) nicht nur das Herz, sondern auch die Finger erwärmen. Das Produkt namens „the keep my arms warm when I read in bed thing“ wirkt eher wie die Requisite eines Kunst-Happenings, man kann es aber auch tatsächlich kaufen. Es wurde in einer Auflage von 100 Stück aus Bio-Baumwolle produziert und ist für rund 250 Euro unter www.happinessinbed.com zu bestellen. Statt Heizung aufdrehen: Handschuhe anziehen! (na) ________________________________________________________________ 0212 Innovative Sanitärlösung für die Slums dieser Welt sanergy2 Studenten der MIT Sloan School of Management in Cambridge haben das Startup sanergy (saner.gy) gegründet. Hintergrund sind die Milliarden Menschen, die in Slums ohne sanitäre Einrichtungen Krankheitserregern und Seuchen ausgeliefert sind. Ihre Zahl wächst.2050 werden über 70% der Weltbevölkeurng in Städten leben, davon 40% in Slums. Die Studenten haben folgende Lösung: Die Errichtung von Sanitärzentren in den Slums durch eine Art Franchise-System mit lokalen Partnern und die Nutzung der „Exkremente“ als Dünger und als Quelle von Elektrizität. Die Sani-Center sollen den Menschen vor Ort Arbeit geben und bieten neben den Sanitäranlagen auch Möglichkeiten für eine „heiße“ Dusche. Hört sich richtig gut an. Das sind Lösungen, die die Welt (die Menschheit) wirklich braucht. (fs) sanergy-8 ________________________________________________________________ 0112 Landwirtschaft in der Stadt 6094864 FARM: ist ein Projekt von Something&Son, einem Design- und Künstlerkollektiv aus London (http://www.somethingandson.com), um das Farming in die Städte zu bringen. Während Allotinabox auf den privaten Balkon abzielt, stellen sich die Protagonisten von Farm: Immobiliengesellschaften und Betreiber von Supermärkten als Kunden vor, die auf Ihren Dächern Flächen zum Gemüse- und Obstanbau installieren, um sie direkt an ihre Kunden zu verkaufen. Oder der Hausbesitzer (idealerweise mit Flachdach) legt mit Hilfe von Farm: einen Gemüsegarten auf seinem Dach an und verkauft die überschüssige Ernte (nach Abzug des Eigenverbrauchs) in den sogenannten Farm:Shops. Auch die Beherbung einer Schafserde auf dem eigenen Dach ist vorstellbar. Wann wird es den ersten Farm:Shop in Berlin geben? http://farmlondon.weebly.com (fs)

 

Kommentare sind geschlossen