Weiternutzung garantiert

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Pfeffersack & Söhne (www.pfeffersackundsoehne.de), so nennt sich augenzwinkernd ein Gewürzhändler aus Koblenz. Weder handelt es sich um ein altehrwürdiges Familienunternehmen, noch stecken echte Pfeffersäcke – so nannte man reiche hanseatische Gewürzhändler – dahinter. Der Name ist Teil eines perfekten Brandings, das auch ein äußerst ästhetisches Verpackungsdesign umfasst.
Die hochwertigen Gewürze stammen zu 90 Prozent aus ökologischem Anbau. Für die übrigen 10 Prozent ist das Unternehmen noch auf der Suche nach Bio-Zulieferern. Grundsätzlich bemüht sich das Unternehmen, falls möglich, Rohstoffe aus dem näheren Umfeld zu verwenden.
Damit der Kunde die Produkte lichtundurchlässig und luftdicht aufbewahren kann, verstaut Pfeffersack & Söhne sie in Keramikdosen, die in einer kleinen Manufaktur im Westerwald hergestellt werden. Als Verschluss dienen Korken aus nachhaltiger Forstwirtschaft, CO neutral und 100% recycelbar. Aber wer wollte so eine wunderbare Dose denn überhaupt wegwerfen? Weiternutzung garantiert, ob für Gewürze oder ganz andere Dinge. (na)

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0710 Lebensverlängernde Maßnahmen

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Back to Basics – so lautet das Motto von lekki (www.lekki.fr), einem Unternehmen, das Mobiltelefonen aus den 90ern neues Leben einhaucht. Mit ihnen kann man zwar nur telefonieren und simsen, dafür aber mit gutem Gewissen.
Lekkis Ansatz: Die durchschnittliche Nutzungsdauer von Handys liegt bei 18 Monaten. Eigentlich müssten sie aber 5-7 Jahre in Gebrauch sein, um den Kohlenstoffemissionen entgegenzusteuern, die von der Rohstoff-beschaffung bis hin zum Recycling anfallen. Deshalb möbelt lekki ausgediente Motorolas und Nokias wieder auf und verlängert so deren Lebensdauer. Dank coolem Branding und Verpackungsdesign erhöht lekki den Kultwert der alten Geräte und updatet sie zu attraktiven Objekten des verantwortungsvollen Konsums. (na)

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0610 Samsungs Blue Earth cellphone

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Mittlerweile haben Smartphones andere Statussymbole (z.B. schickes Auto), zumindest unter Jugendlichen, abgelöst. Hunderte Millionen von diesen Handys werden jedes Jahr produziert und verkauft. Sie gleichen einem Fashion-Item und unterliegen den gleichen Kriterien. Es muss immer das Neueste, das Trendigste, das Gestylteste sein. Dabei ist der ökologische und soziale Impact sehr groß. Immer wieder klagen NGO´s über die schlechten Arbeitsbedingungen der größtenteils asiatischen Arbeiter/innen. Höchste Zeit also, dass Hersteller sich hier etwas einfallen. Am innovativsten scheint der samsung-Konzern mit seinem Blue Earth Handy zu sein. Es kombiniert die gängigen Multimedia-Feauters mit niedrigem Energieverbrauch und der Einbeziehung umweltfreundlicher Materialien. Das verarbeitete Plastik ist Recyclingmaterial, dass aus Plastikwasserflaschen gewonnen wird. Das Ladegerät ist frei von schädlichen Substanzen wie etwa bromierte Flammschutzmittel (BFRs) oder Polyvinylchlorid (PVC) und Phthalat. Weiterhin besitzt das Handy so schicke Extra-Funktionen wie die „Eco Walk“-Funktion, die es einem ermöglicht seine zurückgelegten Schritte per Fuß zu zählen. Anschließend kann man sich dann die geminderte CO2-Emission anzeigen lassen, die man durch seinen Fußmarsch und im Verzicht auf ein Kraftfahrzeug eingespart hat. Die Verpackung ist ebenfalls umweltfeundlich aus Recycling-Papier hergestellt. (fs)

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0510 Olivenöl aus Berlin

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Das Olivenöl Maini ist natürlich nicht aus Berlin, sondern gedeiht auf Olivenbäumen auf dem Peleponnes, wird natürlich kaltgepresst, ist handgeerntet und EU-Bio zertifiziert (die grüne Flasche). Idee, Verpackung und Design stammt aus Berlin. Das Olivenöl kommt in sehr formschönen, 100% recycelbaren Weissblechdosen. Dazu die Macher (Ex-Werber): Wir sind Utopisten. Wir sind Besessen. Wir sind keine Werber mehr, um endlich unsere Versprechen halten zu können. Kreativ. Urban. Bling Bling und Blah Blah. Unsere sexy Flasche wurde hier gezeugt. Das ist Berlin. Ein halber Liter des goldenen Tropfen kostet ab 16 Euro. Wozu (Ex)Werber doch gut sein können! http://inoilwetrust.de (fs)

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0410 Ewiger Kreislauf

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Selbst wenn man nicht so oft die Zahnbürste wechselt, wie es laut Herstellern erforderlich wäre – auf Dauer kommt da so einiges an Plastikmüll zusammen. Preserve (www.preserveproducts.com/products/personalcare/toothbrush-mail-back-pack.html) geht deshalb neue Wege. Das Unternehmen produziert die Griffe der Zahnbürsten aus recyceltem Plastik, zum Beispiel aus Joghurt-Bechern. Zum anderen ermöglicht es dem Kunden, seine gebrauchte Bürste zwecks Recycling zurückzusenden. Hierbei kann er schlauer Weise die ursprüngliche Verpackung für den Versand benutzen. Kreislauf zum Miterleben. (na)

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0310 Bright Farms – eine Unternehmung, die Gemüsegärten auf Dächern von Supermärkten baut

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Es gibt Geschäftsideen, die einfach einfach genial sind. Das Startup Bright farms baut „Gemüsegärten“ auf den Dächern von Supermärkten. Vorteil: Flächennutzung und keine weitere Flächenausdehnung, im wahrsten Sinne des Wortes lokale Produktion, keine langen Lieferketten, keine LKW verstopfte Strassen und wirklich frische Ware. Was ein Differenzierungspotential für herkömmliche Supermärkte. Man hat keine Tomaten und Paprika aus Holland und Spanien im Angebot, sondern das frische „Hausgemüse“. Das Portfolio von Bright Farms reicht von der Gestaltung, über die Finanzierung bis zum Bau und dem Betreiben der Treibhäuser. Die US Unternehmung stammt aus einem Merger von Better Food Solutions und Bright Farm systems und besteht seit Anfang des Jahres. Mit Gotham Greems ist ein erstes „Rooftop“-Treibhaus in Betrieb gegangen.
http://brightfarms.com (fs)

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0210 Volle Flexibilität

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Bike Sharing 2.0 – so könnte man den Ansatz von sobi (http://socialbicycles.com) beschreiben. Das Team rund um Gründer Ryan Rzepecki ist dabei, ein neues System zu schaffen, bei dem man sein Rad nicht nur an festen Stationen, sondern auch an jedem beliebigen Fahrradständer anschließen kann. Da jedes Rad mit einem bordeigenen Computer ausgestattet ist, der mit dem sobi-Server in Verbindung steht, lässt sich das nächstgelegene freie Fahrrad per iPhone App lokalisieren. Wer das Rad außerhalb der Knotenpunkte parkt, muss dafür eine Gebühr bezahlen. Bringt jemand es zu einer Station zurück, bekommt er dafür Geld gutgeschrieben. Insgesamt geht es darum, ein sich weitgehend selbst organisierendes System zu schaffen – es soll nur ein Viertel der Kosten herkömmlicher Lösungen erfordern. (na)

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0110 Designer Container

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2008 taten sich der Designer Jason Anderson und Ashton Wolfswinkel, ein Immobilienprofi, zusammen, um gemeinsam eine Lösung für bezahlbares und wertiges Wohnen zu finden. Ihre Lösung: Upcycle Living. Aus gebrauchten Hochseecontainern werden kleine, aber schicke und bezahlbare nachhaltige Wohnhauskonzepte. Upcycling ist ein wichtiger Aspekt des Green Designs. Gebrauchte Güter werden durch Transformation aufgewertet und einer höheren Qualität zugeführt. Ein ehemaliger Schiffscontainern, der viellicht Plastikwaren aus China nach Europa oder den USA gebracht hat, erfährt ein zweites Dasein in Form einer schicken Wohnung. Das Unternehmen engagiert sich auch für soziale Zwecke. So zum Beispiel in Katastrophengebieten, wo ein Bedarf am schnellen Aufbau von günstigen Wohnungen und Häusern besteht. Erstes Projekt ist „Rebuilding Haiti“. Das Basis-Containerhaus besteht aus:
recycled shipping container, corian counter tops, Skylight, foam roof (sod optional), High R-value insulation, grohe fixtures, Toto dual flush toilets, dimmers & halogen fixtures throughout, exterior shade screen acts as a radiant heat & water barrier, operable double pane low-e windows, GE energy star appliances, bamboo flooring, black water to sewer, grey water collection, energy efficient split heating and cooling system, solar ready (panels optional). http://upcycleliving.com (fs)

 

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