0912 Bekenner-Botschaften

coq-en-pate
Der Markt für ökologisch korrekten Kinderkram boomt weiter vor sich hin. Wer sich dort profilieren will, braucht einzigartiges Design. Coq en Pâte (www.coqenpate.com) nimmt diese Herausforderung spielend, indem es seinen Produkten hohe grafische Qualitäten verleiht. Zum Beispiel: die Stoffbücher (zertifizierte Ökobaumwolle, umweltfreundlich bedruckt), auf die nicht nur Kinder total abfahren. Sie erleichtern es auch den Eltern beim 297sten Mal „Ball-Krokodil-Schwimmreifen“-Sagen und-Zeigen immer noch milde zu lächeln. Außerdem bietet Das Unternehmen wunderbare Tier-Kostüm-Bastelsets (Kopf aus PEFC-Pappe plus T-Shirt aus Biobaumwolle), aus Stoff genähte Zuckerstangen, aber auch Riesenlätzchen fürs Suppelöffeln, Rucksäcke, T-Shirts, und Einkaufstaschen mit Bio-Bekenner-Botschaften. Die Illustrationen stammen von Tinou Le Joly Sénoville (www.tinoulejolysenoville.com) und by Virgo (www.byvirgo.com). (na)

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0812 Schlichte Sachen
popup

Fotos: www.core77.com

Helmut Lang für Winzlinge, so ungefähr beschrieb die „Time“ das dänische Kinder-Fashionlabel popupshop.net (www.popupshop.net). Jedenfalls räumt es ein für alle mal mit dem Vorurteil auf, dass Kindermode bunt, frech und fröhlich aussehen muss. Denn obwohl die Klamotten weitgehend schwarz, weiß und grau sind, wirken sie dank der Schnitte kein bisschen langweilig. Das Label, das sich durch die Schlagwörter stylish und sustainable definiert, will zeitlose, bequeme Basics anbieten, die sich gut mit anderen Stilen kombinieren lassen. Es verwendet Biobaumwolle und wasser-basierte Farben und versucht insgesamt, die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten.
Die drei Frauen, die das Label gegründet haben, kommen aus den Bereichen Mode, Videoperforming und Grafikdesign. So zieht sich der Geist der Marke und der Sinn fürs Minimalistische, Puristische, Unprätentiöse denn auch ungewöhnlich stringent durch die Klamotten, das Webdesign, den Katalog und die Fotos. (na)

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0712 Das grüne Puppenhaus

puppenhaus

Guy Keulemanns, ein Designer der in Berlin und Eindhoven arbeitet, hat gemeinsam mit Kollegen dieses wunderbare Puppenhaus entwickelt. Das Besondere: Das Haus informiert über grüne Architektur und nachhaltiges Wohnen. Es enthält neben einem Solarpanel und einem Solar-Wasser-Heiz-System, ein grünes Pflanzenbeet und (ironisch zitiert) ein kleines Windrad. Schade, dass es zur Zeit nur als Prototyp existiert. Wäre ein tolles Weihnachtsgeschenk (guykeulemans.com). (fs)

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0612 Unfuck the world

nau

Redesign fashion & redefine business – dies hat sich das Unternehmen nau (www.nau.com) aus Portland (Oregon), zum Ziel gesetzt, das auf sustainable urban + outdoor apparel spezialisiert ist. Seinen Stil beschreibt das Label als „minimalistisch, modern, zeitlos“ – die Klamotten sind eben nicht nur für eine Saison gedacht. Sie sind aus natürlichen, nachwachsenden Fasern umweltfreundlich hergestellt oder aus synthetischen Stoffen, die einen hohen Anteil an recyceltem Material haben.
Das Geschäftsmodell ist darauf ausgelegt, people, planet und profit in Einklang zu bringen. Zwei Prozent der Umsätze fließen in humanitäre Projekte oder Umweltinitiativen. Einmal jährlich zahlt nau 10.000 Euro an Leute, die sich dem Wandel widmen – dieses Jahr ging der Preis an Benjamin Drummond und Sara Joy Steele für das Projekt „Facing Climate Change“ (www.facingclimatechange.org), das die globalen Veränderungen am Beispiel einzelner Menschen an verschiedenen Orten eindrucksvoll dokumentiert.
Nau versucht außerdem, durch den Kauf von Carbon Offsets Geschäftsreisen und Warentransporte zu neutralisieren. Mitte November eröffnete die Marke in New York (Soho, 69 Mercer Street) einen pop-up store, dessen Ausstattung aus Resten und Müll aus Manhattan und Brooklyn entwickelt wurde – Dachbalken auf Rädern, die vielleicht mal zu einem Roller gehört haben als Untergestell für einen Kleiderständer, alte Bretter, Pappkartons etc. Bis 31. Dezember finden dort auch verschiedene Events statt – Live-Musik, Ausstellungen, Produktdemonstrationen etc. Nau beschreibt sein Treiben insgesamt als „One small step towards unfucking the world.“ (na)

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0512 Up-Cycling-Chic

fromsomewhere

A design solution to an environmental problem – so umschreibt das Londoner Label From Somewhere (www.fromsomewhere.co.uk) seine Strategie. Es bedient sich nämlich des Abfalls der Fashionindustrie – Pre-Consumer Waste, darunter Stoffreste, Muster, Proofs oder reklamierte, fehlerhafte Ware. Dabei ist der Müll durchaus edel. From Somewhere verarbeitet Cashmere, Baumwolle, Seide, Jersey, Tweeds etc. und betreibt dabei sozusagen angewandte Kritik an der zunehmenden Überproduktion der Mode-Industrie. Der Ausschuss wird aufgewertet, indem daraus einzigartige Kleidungsstücke gefertigt werden – unverwechselbar, weil nicht beliebig wiederholbar. Hier treffen Muster aufeinander, die nie dafür entworfen wurden, aber die Mix-Methode zieht sich als roter Faden durch die Kollektionen.
Orsola de Castro und Flilippo Ricci, die das Label bereits 1997 gründeten, sind auch die Initiatoren und Kuratoren von estethica, der Sustainable Fashion-Initiative des British Fashion Council, die auch bei der London Fashion Week vertreten ist. (na)

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0412 Weniger ist mehr

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Die französische Marke EKOBO (ekobo.org) stellt nachhaltige Küchenartikel und Wohnaccessories in einem sehr schönen und reduziertem Design her. Auch hier zeigt der „Weniger ist mehr -Ansatz“ wieder seine Qualitäten. Die Produkte werden in kleinen vietnamesischen Handwerksbetrieben hergestellt. Damit werden Arbeitsplätze in den Dörfer erhalten und neue geschaffen und treibt die Menschen nicht weiter in die hoffnungslos überfüllten Städte. Die traditionelle Handwerkskunst wird bewahrt und weiterentwickelt. Das Hauptmaterial, aus dem die Produkte bestehen, ist ein nachhaltiges Material: Bambus. In Deutschland sind die Kreationen von EKOBO u.a. bei Lilli Green in Berlin erhältlich (www.lilligreen.de). (fs)

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0312 Besser geht nicht

korres-safran-amber

Korres steht schon langer auf unsere Liste der erfolgreichen und wunderschönen grünen Erfolgsmarken. Das griechische Unternehmen steht für innovatives Design und coole Kosmetik. Jetzt hat Korres (http://www.korres.com) sein umfangreiches Produktsortiment mit drei neuen Parfums komplettiert: Rose Wood/ Blackcurrant/ Cyclamen für Damen, Saffron/ Amber/ Agarwood/ Cardamom für Herren sowie Pepper/ Jasmine/ Gaiac Wood/ Passion Fruit als Unisex-Duft.
Für die Umsetzung waren drei renommierte Manufakturen in Grasse, Tokio und Genf verantwortlich, die jeweils einen Duft kreiert haben. Auf Nitromoschus- und polyzyklische Moschusverbindungen wurde ebenso konsequent verzichtet wie auf Phtalate; als Konservierung wurde ein natürliches Antioxidans in Lebensmittelqualität gewählt: Rosmarin (Rosmarinus officinalis).
Und das Gute zum Schluss: Mit 49 Euro sind diese Düfte auch noch bezahlbar! (fs)

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0212 Green, nicht Gold

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Wir haben uns schon immer gefragt, ob Naturkosmetik ausschließlich mit goldenen Buchstaben daherkommen und einen Doktor im Namen tragen muß.
Muß nicht, wie das Unternehmen Green&Spring (http://greenandspring.com) aus Großbritannien zeigt. Es begeistert mit der Qualität seiner Produkte UND mit gutem Design. Alle Inhaltstoffe sind frei von Parabenen, synthetischen Farben und Düften. Alle Kräuter und Blumen wachsen auf heimischen britischen Boden und wurden schon vor hunderten von Jahren von Apothekern für ihre heilende Wirkung eingesetzt. Leider bishere nur auf der Insel erhältlich. (fs)

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0112 Kein Chemiebaukasten

ywater

Öko 2.0 – so könnte man den Ansatz von Y Water (www.ywater.us) beschreiben. Das 2007 in Los Angeles gegründete Unternehmen hatte sich von Anfang an vorgenommen, Herkömmliches zu hinterfragen – deshalb der Name „Y“ (why) und die Philosphpie „Y  not?“. Y Water geht denn auch etwas anders an das Thema Kindergetränk heran, als es sich Urökos je hätten träumen lassen. Die Flaschen sehen aus wie aus dem Chemiebaukasten für Kinder, die Getränke haben eher Gummibärchenfarbe und sind obendrein auch noch vollgestopft mit Mineralien und Vitaminen, die laut Y Water für das Wachstum der Kinder so wichtig sind – von wegen naturbelassener Direktsaft. Das Produkt gehört laut Y Water denn auch in die neue Kategorie der „developmental drinks“.
Die verschiedenen Varianten sind nicht nach dem benannt, was drin ist, sondern wofür sie gut sind: brain, immune, muscle, bone. Ihren Geschmack erhalten sie durch Inhaltsstoffe aus ökologisch erzeugten Früchten und Kräutern. Sie sind gesüßt mit Bio-Karamel und –Zuckerrübensaft, wobei Y Water den niedrigen Kaloriengehalt betont. Und die Farbe ist natürlich auch natürlich; sie stammt zum Beispiel von der Hibiskuspflanze.
Die Flaschen sind so geformt, dass Kinder sie nach dem Austrinken zum Spielen verwenden können. Sie lassen sich zusammen stecken, so dass die Verpackungen ein zweites Leben führen – dennoch sind sie zu 100 Prozent recycelbar. Man kann Fotos von Objekten einsenden, die man aus den so genannten Knots gebaut hat; sie werden auf der Website in einer Galerie veröffentlicht. Apropos Website: sie hält den User immer wieder mit plötzlich auftauchenden äußerst charmanten animierten Illustrationen bei bester Laune. (na)

 

2 Responses to Dezember 09

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