0810 Visionäre Revolutionäre

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An Visionen mangelt es dem britischen Windrad-Hersteller quietrevolution (www.quietrevolution.co.uk) nicht. Er denkt darüber nach, Turbinen mit LEDs zu koppeln, um Scheiben- oder Zylinderförmige Displays zu entwickeln, die ganz neue, umweltfreundliche Lichteffekte im Stadtraum schaffen könnten. Ein Teil der Technologie existiert bereits: Hinter oder in den geplanten Displays stecken QR5-Windräder von quietrevolution, die in Groß Brittannien bereits vielfach im Einsatz sind und Ende 2009 erstmals für eine Kleinwindanlage in Deutschland installiert wurden. Die Turbinen eignen sich besonders gut für urbane Anwendungen, da die leicht spiralförmigen Propellerblätter auch kleinere Windmengen aus schnell wechselnden Richtungen nutzen können und keinen Lärm machen. Die Koppelung mit LEDs würde den stillen Revolutionären eine weitere Funktion ermöglichen, wobei sie nicht nur für Licht aus erneuerbaren Energien, sondern auch für atmosphärischen Charme sorgen würden. Zugleich würden sie dabei auf brillante Weise Werbung für sich selbst machen. (na)

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0710 Markante Marke

redwater

Besonderer Balsamessig für die Gourmetküche? Stylische Soya-Sauce für die Sushi-Bar? Von wegen, die griechische Kosmetikmarke Red Water (www.benefithellas.com) stellt einfach nur die Standards der Branche in Sachen Verpackungsdesign auf den Kopf. Die Produkte basieren auf Thermalwasser aus der Quelle Loutrohori von Pella, biologisch erzeugtem Olivenöl und griechischen Kräutern. Das Unternehmen verwendet Inhaltsstoffe, die seit der Antike in der Kosmetik und Heilkunde Griechenlands verwendet wurden. Es verzichtet auf Parabene und petrochemische Produkte, auf künstliche Duftstoffe und genetisch manipulierte Substanzen und testet die Produkte auch nicht an Tieren.
Das Verpackungsdesign ist überaus markant: Eine Art abstrakter Creme-Klecks bildet das Firmensignet, das je nach Produkt die Farbe wechselt und auf den Papp-Verpackungen leicht erhaben geprägt ist. Um dessen Wirkung zu verstärken, ist die Front jeweils weitgehend weiß, während die Seiten im Kontrast dazu mit Detailfotos von Pflanzen bedruckt sind. Im Kosmetikregal hebt sich das Sortiment radikal und äußerst erfrischend von seinem Umfeld ab. (na)

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0610 Tue gutes und backe Brötchen

buildagreenbakery

In N.Y. gibt es ein ungewöhnliches grünes Business. „Build a green Bakery“ (buildagreenbakery.com). Die Protagonisten haben den Anspruch, nicht nur leckeres Bio-Brot und Bio-Muffins zu produzieren, sondern die gesamte Bäckerei nebst Einrichtung auf Nachhaltigkeit auszurichten. Und das das modern aussehen kann und erfolgreich ist beweisen sie jeden Tag. Der Tresen ist aus Bamboo-Holz und gefüllt mit recyeltem Jeansstoff. Für die Wände und Decken wurde Dakota Burl® eingesetzt, ein Eco-Material, dass aus Sonnenblumenkernhülsen gewonnen wird. (fs)

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0510 Fisch-Tracking

fishmore

Durch und durch auf der Höhe der Zeit agiert das von Naturland zertifizierte Unternehmen Fish & more aus Friedrichshafen (www.fish-and-more.de). Die drei Geschäftsführer Harri und Artur Butsch sowie Jürg Knoll setzen auf totale Transparenz und fundierte Information – und dies mit einer für die Branche ungewohnt modern anmutenden Website.
Fish & More betreibt eigene Produktionsstätten in Russland und beliefert Großhandel und Einzelhandelsketten in Europa. Das Sortiment umfasst neben Lachs und Kabeljau aus Bio-Aquakultur auch Thunfisch, Kabeljau und Nordseescholle mit MSC-Zertifikat (Marine Stewardship Council). Bei Zander, Hecht und Barsch achtet Fish & more strikt auf die Einhaltung der Quoten und bemüht sich zudem um die MSC-Zertifizierung eines Sees in Sibirien. Bis Ende 2011 soll das gesamte Sortiment entweder Bio-Zuchtfisch oder MSC-zertifizierter Wildfisch sein. Um dem Konsumenten möglichst viel Einblick zu gewähren, entwickelte das Unternehmen mit followfish ein Online-Tracking-System, mit dem sich der Kunde per Code auf der Verpackung im Internet über Herkunft, Fang und Transport informieren kann. Die exzellent gestaltete Website, die auch durch äußerst ästhetische Fotos besticht, macht den digitalen Aufenthalt äußerst angenehm. (na)

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0410 Alle Jahre wieder

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Nicht alles ist bei Kidsonroof (www.kidsonroof.com) bislang ökologisch komplett einwandfrei, aber das Designerduo, das Kindermöbel und Spielzeug entwickelt, hat dennoch einiges Umweltfreundliches zu bieten – und obendrein geniale Ideen. Romy Boesveldt, die aus den Niederlanden stammt und Ilya Yashkin, der aus Russland kommt, haben selbst 3 Kinder als zuverlässige Tester ihrer Produkte, die sie in Amsterdam entwickeln.
Die Möbel sind aus massiver Buche und unter Verwendung wasserbasierter Farben und Lacke gefertigt. Zu den Highlights im Sortiment zählt die Totem-Kollektion, flache Spielsets aus Recyclingpappe, aus denen sich zum Beispiel Tiere oder ein Baum zusammenstecken lassen. Besonders umweltschonend: der grafisch hübsch gemusterte Weihnachtsbaum (75 cm hoch, 60 cm breit), den man alle Jahre wieder platzsparend verstauen und wieder hervorholen kann, samt dem ebenso flachen Papp-Baumschmuck zum Draufstecken. Letzte Weihnachten fand er so viele Liebhaber, dass er derzeit ausverkauft ist. Der Entwurf zeigt, wie pfiffiges Design eingefahrene Gewohnheiten verändern kann. (na)

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0310 Müll-Upcycling

conserve

Für die einen ist es Müll, für die anderen ein wertvoller Rohstoff: Plastiktüten aus Polyethylen. In Delhi verschmutzen sie in Hülle und Fülle die Straßen. Anita Ahuja schuf in mehrerer Hinsicht Abhilfe, in dem sie die Non-Profit-Organisation Conserve (www.conserveindia.org) gründete. Sie sorgt dafür, dass die Tüten von der Straße aufgesammelt und gewaschen werden und fertigt daraus Taschen unterschiedlichster Art. Dabei nutzt sie die Originalfarben der Plastiktüten, so dass nichts gefärbt werden muss. Gleichzeitig verbessert das Projekt die Lebensbedingungen in den armen Bezirken Delhis, denn Conserve bezahlt die Sammler der Tüten, denen sonst oft nur das Herumstochern in den Müllkippen Delhis bliebe. Den Rohstoff für die Taschen nennt Conserve in Anerkennung ihrer Tätigkeit „Handmade Recycled Plastic“ (HRP).
Manch eine Tasche dürfte auch bei Westeuropäern durchaus Anklang finden – wobei die Einzigartigkeit jeder Tasche und die Geschichte dahinter sicher eine wesentliche Rolle spielen. (na)

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0210 Naturkosmetik ohne Doktor

4mula

Die 2004 gegründete Kosmetikmarke 4mula ist ein wunderbares Beispiel, wie innovative Naturkosmetik aussehen kann. 4mula besteht aus rein natürlichen Inhaltsstoffen und alle Packungen sind wieder verwertbar. Darüberhinaus besticht die Marke mit exzellentem Design und mit einem außergewöhnlichen Webauftritt. Und das ganze kommt auch noch ohne „Dr.“ aus (http://www.4mula.com). (fs)

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0110 Göttliche Düfte

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Grüne Parfümmarken sieht man eher selten. Und wenn sie dann noch durch ein gutes Designkonzept positiv auffallen, dann muß man über sie berichten. Die Rede ist von der französischen Duftmarke Honoré des Prés. Die Parfums werden in Paris kreiert, sind zu 100 Prozent organisch und ecocertizertifiziert; gefertigt aus rein natürlichsten Inhaltsstoffen und ohne petrochemische oder synthetische Duftstoffe.  Sie enthalten weder Farbstoffe und tierische Ingredienzien, noch gesundheitsschädliche Phtalate. Und auf hautreizende Stoffe wurde ebenso verzichtet wie auf Tierversuche. Die Namen der Düfte sind lesens- und riechenswert, so z.B. „Sexy Angelic“, bestehend aus frische Mandelfrucht, den Schnipsel einer Schierlingsblüte, eine Prise Engelwurzsamen und einen Hauch frisch gebackener „Calisson“ – Marzipanbonbons aus Aix-en-Provence. Könnt Ihr es riechen? www.honoredespres.com (fs)

 

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