Urban Farming

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Urban Farming ist ein heißdiskutiertes Thema, um die Nahrungsmittelproduktion für die in Zukunft gigantisch wachsenden Städte zumindest zu unterstützen. In Deutschland sind die Berliner Prinzessinengärten bekannt. Was macht man aber, wenn man nicht über soviel luxuriöse Fläche wie Berlin verfügt? Das Startup Brooklyn Grange (http://brooklyngrangefarm.com) könnte ein Beispiel sein, wie Urban Farming in dicht besiedelten Städten zukünftig organisiert werden könnte. Das New Yorker Unternehmen möchte in der ganzen Stadt Gärten auf den Hausdächern anlegen. Die erste „Farm“ ist auf einem fast halben Hektar großem Hausdach in Long Island entstanden. Obwohl das Konzept privat-wirtachaftlich angelegt ist, möchten die Betreiber Community und Öffentlichkeit einbeziehen. Schulen und Freiwillige können sich engagieren und „farming“ lernen. Ob New York eines Tages aus der Luft betrachtet wie ein einzig großes Farmland aussehen wird? Spannendes Projekt. (fs)

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0704 Telefoniere & Tue Gutes

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Handy-Hersteller und Mobilnetzbetreiber wollen uns weismachen, dass wir jedes Jahr ein neues Handy brauchen. Der Virtual Network Operator green mobile (www.greenmobile.co.uk) stellt dagegen klar, was für eine Verschwendung das ist. Was man dabei spart, wenn man es länger nutzt, kann man ebenso gut der Umwelt zugute kommen lassen.
Green mobile bietet günstige Telefontarife, wobei 5 Prozent des Umsatzes an die britischen Organisationen Friends of the Earth, Environmental Investigation Agency und World Land Trust gehen. Man kann weiterhin Nutzer des Vodaphone-, O2- oder T-Mobile-Netzes bleiben, bekommt dann aber die Telefonrechnung und den Kundenservice von green mobile. Das Unternehmen bietet auch gebrauchte, überholte Handys an und plant obendrein, ein Sunflower Phone auf den Markt zu bringen. Es soll komplett biologisch abbaubar sein und einen Samen enthalten, so dass aus jedem eingebuddelten Handy eine Sonnenblume wachsen kann. na (na)

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0604 Under(ware)-Statement

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Für alle, die keinen Bock auf Weltverbesserungs-Pathos oder zu viel Ecological-Correctness-Ernst, aber trotzdem Lust auf verantwortungsvollen Konsum haben, dürfte die Marke M.C.L.H. – Monsieur Chat L’Heureux (http://monsieurchatlheureux.com) – die richtige augenzwinkernde Ansprache bieten (Subline: Happy Clothes for Happy People).
Sie bietet Männer-Unterhosen, Socken und T-Shirts aus fair gehandelter Biobaumwolle und branded ihre Produkte mit einer charmanten gut gelaunten Katze. Die Verpackungen aus Recycling-Pappe sind zudem mit amüsanten Gebrauchsanweisungen bedruckt und spielen ironisch mit dem Warnhinweis der Zigarettenindustrie. (na)

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0504 Cars go bikes

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Wir beobachten eine interessante Entwicklung in der Automobilindustrie. Neben E-Scootern von Smart und Honda, die wir neulich vorstellten, legen die Autobauer nach und bieten praktische und schön gestaltetete Fahrräder, bzw. E-Bikes an. Mini macht den Anfang mit einem Folding-Bike und wendet sich laut Hersteller an jene, die lieber außerhalb „überfüllter Innenstädte“ parken und dann umweltbewusstes Park & Ride selbst praktizieren wollen. Das Folding-Bike lässt sich in wenigen Sekunden platzsparend zusammen- und wieder auseinanderklappen. Unter dem Sattel befindet sich in einer Hülle eine praktische Transporttasche. Das kleine Fahrrad verfügt über 20-Zoll-Räder, eine teflonbeschichtete Kette, eine Achtgang-Kettenschaltung, einen Gel-Sattel, Schutzbleche vorne und hinten, eine Klingel und Reflektoren. Das Gewicht liegt bei knapp elf Kilogramm und kostet knapp 500 Euro.

VW möchte noch diesem Jahr mit einem innovativen E-Bike auf dem Markt kommen. Das neuartige Elektro-Zweirad ist so konstruiert, dass es mit ein paar Handgriffen in der Mulde des Reserverads im Kofferraum eines Autos verschwindet und dort von der Autobatterie geladen werden. Wenn man am Ziel der Fahrt ankommt, ist das Elektro-Fahrrad praktischerweise immer voll geladen. Auf diese Weise kann man Innenstädte bequem elektrisch mit 20 km/h für gut 20 km mit einer sehr guten CO2-Bilanz und ohne Parkplatzsorgen durchstreifen. Laut VW wird in dieser Art der Erweiterung urbaner Mobilität zukünftig eine enorme Wichtigkeit gesehen. Das wurde auch Zeit, dass in den Dutschen Autokonzernen langsam ein Umdenken stattfindet. (fs)

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0404 Mission E-Mobility

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Die deutschen Autobauer glänzen ja in punkto E-Mobility mit Abwesenheit. Neben dem schon international bekannten E-Car-Manufakturer Tesla gesellt sich jetzt ein weiteres und vielversprechendes E-Car-Konzept aus den USA. Das mit 200 Millionen $ ausgerüstete Start-up Coda startete im März seine Produktion in China. Schon in den nächsten 12 Monaten möchte man ehrgeizige 14.000 E-Cars absetzen. Der Preis wird (nach Abzug von Steuervergünstigen) bei rund 37.000 $ liegen. Ein weiteres wichtiges Markteintrittskriterium ist, dass Kooperationen mit großen Car-Rental-Unternehmen geplant sind, die den Coda in ihr Programm aufnehmen werden. So können die Amerikaner gleich testen, ob sie ein schlankes E-Car gegen ihre riesigen fossilen Saurier tauschen werden. Der Internetauftritt (http://www.codaautomotive.com) kommt erfrischend anders und modern daher und auch die zukünftigen Verkaufsräume sehen vielversprechend aus. (mit freundlichem Hinweis von stay loud). (fs)

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0304 Lifestyle & Engagement

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Unkompliziert und stylish zugleich positioniert sich die Marke Naturtalent² (www.naturtalent2.de) aus Lüneburg. Sie bietet 4 Hautpflegeprodukte: Tagescreme, Peeling, Aftershave und Antifaltencreme. Öko und Anti-Aging schließt sich eben längst nicht mehr aus. Die Produkte haben einen Unisex-Duft und beinhalten kalt gepresste Öle, die bevorzugt aus ökologischem Anbau stammen. Sie sind Weckglas-artig verpackt und sehen fast wie Lebensmittel aus, was den Eindruck verstärkt, dass der Inhalt frisch und gesund  ist. Der Schwarzweiß-Look der rein typografisch gestalteten Etiketten hebt sie angenehm von der üblichen Naturkosmetik-Ästhetik ab und passt bestens zur Zielgruppe, die die Marke so definiert: „eine Lifestyle-Generation, die Leidenschaft und Verantwortung für die Umwelt fühlt.“ (na)

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0204 Simpel, sympathisch, solide

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Ausgerechnet Spielzeug steckt immer wieder voller Schadstoffe und sorgt obendrein für Berge von Plastikmüll. Ein schönes Kontrastprogramm bietet die australische Firma Anamalz (www.anamalz.com), deren Tierfiguren aus nachhaltig produziertem Ahornholz hergestellt und mit wasserbasierten Farben bemalt sind. Einige Accessoires bestehen aus recyceltem Plastik. Die Holzabfälle, die bei der Herstellung der Tierfiguren übrig bleiben, schickt das Unternehmen an eine Farm, die darauf Pilze züchtet. Außerdem hat es den Treuhandfonds „anamalz saving animals“ gegründet, der Naturschutz- und Kinderorganisationen unterstützt.
Die Spielfiguren haben biegsame Gliedmaßen und sind simpel und zugleich charaktervoll gestaltet, so dass sie nicht nur aufgrund der soliden Verarbeitung, sondern auch wegen ihrer sympathischen Formensprache zu echten Wegbegleitern der Kindheit werden können. Die Produkte sind bereits mit dem Australian Design Award ausgezeichnet worden. (na)

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0104 Transparenzmaschine für mehr Nachhaltigkeit

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Wir wissen schon lange, dass unsere Gesellschaft nachhaltiger werden muß, nur unser Handeln ist allzu träge. Oft liegt es einfach nur an den fehlenden Informationen, mit deren Hilfe sich der Verbraucher besser (nachhaltiger) orientieren könnte. Ein Berliner Startup versucht an einer Lösung beizutragen. WeGreen ist eine Suchmaschine die Transparenz im Bereich Nachhaltigkeit schafft. Mit einer Nachhaltigkeitsampel beantwortet die Suchmaschine schnell und einfach die Frage wie ökologisch, sozial und transparent Unternehmen, Marken und Produkte sind. Darüberhinaus können die Nutzer von WeGreen die Nachhaltigkeit von Unternehmen selbst bewerten und die Unternehmen können darauf antworten. Viel Erfolg! (http://wegreen.de). (fs)

 

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