Mit allen Sinnen

knuthenlund

Hohe Lebensmittelqualität und Umweltbewusstsein – für diese beiden Werte steht die Marke Knuthenlund (www.knuthenlund.dk) gleichermaßen. Ihren Ursprung hat sie auf dem Bio-Gutshof Knuthenlund auf der dänischen Insel Lolland. Er startete 2009 eine neue Meierei, in der die eigene Schafs- und Ziegenmilch zu Milchprodukten und Käse verarbeitet wird.

knuthenlund2

Die sensible Gestaltung von envision:design (www.envisiondesign.dk) betont Tradition auf hohem ästhetischem Niveau und spielt dabei mit Reinheit und Klarheit. Um den Umwelteinfluss möglichst gering zu halten, verwendet die Marke auch nachhaltig produzierte Verpackungsmaterialien, etwa Holzschachteln aus Pappeln und Papier aus Kartoffelstärke. In den Geschenkboxen aus unbehandeltem Holz, mit dem Logo gebrandmarkt, kommt als Isolationsmaterial Heu vom eigenen Hof zum Einsatz, was wiederum das Ursprüngliche betont, für haptische Qualitäten sorgt und dem Ganzen eine Prise Landluft mitgibt. (na)

________________________________________________________________

0206 Sti(e)lvolle Kakao-Zeremonie

cuillere-suisse

Pulver? Auf keinen Fall! Die Marke la cuillère suisse (www.lacuilleresuisse.ch) hat ganz andere Vorstellungen davon, wie man hochwertige heiße Schokolade zubereitet. Sie bietet quasi Kakao am Stiel an – man tunkt ihn in heiße Milch, rührt ein paar Mal um, und schaut genüsslich zu, wie die Kugel aus reiner Bio-Kakobutter vom Chocolatier Durig aus Lausanne dahin schmilzt. La cuillère suisse bietet also nicht nur ein neues Produkt an, sondern auch ein neues Ritual.
Das Design besticht durch die eigenwillige Mischung aus Opulenz und Strenge. So hat die Typografie des Logos zum einen Schnörkel, zum anderen Anklänge an Schablonenschriften. Während die Papierhülle (natürlich nachhaltig produziert) fast ein bisschen plüschig wirkt, sind die Etiketten – außen braun, innen knallfarben – betont stylisch gehalten. Eine Schleife mit dem Logo lässt jeden Schokostiel zudem wie ein hochwertiges Präsent erscheinen, so dass die Enthüllung der Kugel zum Teil dieser sinnlichen Kakao-Zeremonie wird. (na)

________________________________________________________________

0306 Einfach Wasser

gmt_bottle

Die Idee von GiveMeTap (www.givemetap.co.uk) ist einfach. Restaurants oder Cafe-Betreiber melden sich über eine Website als „Anbieter“ von Leitungswasser an. Die Besitzer einer GiveMeTap-Flasche können dann dort kostenlos ihre Flasche mit frischem Leitungswasser auffüllen. Das Internet oder ein App informiert über den nächsten Standort eines „Providers“. Hintergrund der Idee ist auf der einen Seite die Vermeidung von Plastikflaschenmüll, der weltweit jährlich auf über 2,7 Milliarden(!) Flaschen geschätzt wird (laut GiveMeTap spart man im Durchschnitt 150 Plastikflaschen/pro Jahr). Auf der anderen Seite möchte man die Öffentlichkeit sensibilisieren und mobilisieren, das Wasser ein Grundrecht eines jeden ist. Mit dem Kauf einer Flasche wird zusätzlich ein Wasserprojekt irgendwo in der Welt unterstützt, wo das Wasser nicht selbstverständlich aus dem Hahn fließt. Die schicke Wasserflasche ist recycelbar, 100% frei von Bisphenol A (der Stoff in Plastik, der erbgutschädigend ist und impotent machen kann) und hält das edle Nass schön kühl. (fs)

________________________________________________________________

0406 Auto kann auch clever

whipcar

WhipCar (www.whipcar.com) ist eines dieser neuen Dienstleistungsideen, die wirklich smart sind und die Internettechnik intelligent nutzen. Es ist der erste Service seiner Art, der es privaten Autobesitzern ermöglicht, ihre Autos für sich arbeiten zu lassen, wenn man sie selber nicht gebraucht. Jetzt möchte man einwenden, das jedes Auto, das nicht fährt, besser für die Umwelt ist, aber von einer anderen Perspektive betrachtet kann man feststellen, dass natürlich reichlich Autos im Umlauf sind und keine Weiteren mehr gebraucht werden (was ein Schrecken für die hiesige Autoindustrie bedeutet). WhipCar ist also Anreiz, sich kein eigenes Auto kaufen zu müssen, da der Nachbar ja schon eines hat und das zukünftig geteilt werden kann. Ob die deutschen Autoliebhaber ihren Nachbarn ihr Auto anvertrauen würden, ist ein anderes Kapitel, aber in England ist das Modell gut angelaufen. Natürlich sind die Autos über WhipCar versichert. Großartige Idee und nur Dank Internet möglich. (fs)

________________________________________________________________

0506 Aus einem Guss

lintar

Was hat ein Baustoff-Hersteller mit Olivenöl zu tun? In diesem Fall eine ganze Menge. Das weltweit agierende Unternehmen Cemex (www.cemex.com), Spezialist für Zement, Ziegel, Beton etc. investiert zum Ausgleich der eigenen Umwelteinflüsse in nachhaltige Projekte. In Kroatien hat das Unternehmen dafür gesorgt, dass im Laufe der letzten 10 Jahre 200.000 Quadratmeter durch die Anpflanzung einheimischer Arten rekultiviert wurden.
In diesem Rahmen entstand auch ein Olivenhain mit rund 1800 Bäumen auf 35.000 Quadratmetern. In Zusammenarbeit mit einer lokalen Ölmühle wird hier ein eigenes Öl namens Lintar produziert. Der Name leitet sich aus dem griechischen Wort für Trichter ab, das für die Ursprungsregion des Öls gebräuchlich ist.
Das Design von Trivadejan (www.tridvajedan.hr) setzt gekonnt auf ein spannungsreiches Verhältnis von Tradition und Moderne. Es nimmt zum einen auf die Trichterform Bezug, zum anderen auf das Gießen des Öls. Die Typografie wirkt als ob sie in einem dünnen Strahl aus einer Kanne geflossen wäre. Die Glasflaschen mit Griff sehen äußerst puristisch aus – die Infos zum Produkt sind auf dem abnehmbaren Etikett untergebracht, das um den Griff läuft. So wird niemand das Öl für den Tischgebrauch in ein anderes Gefäß umfüllen, sondern gerne die Originalverpackung benutzen und dadurch freiwillig für die Marke Reklame machen. (na)

________________________________________________________________

0606 Hausdesign

81funf

Der Name ist Programm. Das Konstruktionsprinzip beruht auf einem vom Boden bis zum Dach durchlaufenden Ständerwerk im Rastermaß 81,5. Ein Haus bauen heißt, für Generationen zu planen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Deshalb baut 81fünf konsequent ökologisch mit modernem Design. Besonderen Wert legt das Unternehmen auf den sparsamen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Das kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch dem Geldbeutel. Ein weiteres wichtiges Argument ist, dass die energiesparende Bauweise und eine strom- und wassersparende Technik für sehr niedrige Betriebskosten sorgen. Beim Ökohaus fallen bei 126 qm Grundfläche ca. 200 Euro Heizkosten pro Jahr an. Die Kosten für Strom und Wasser sind um 50% niedriger als bei einem konventionellen Bau gleicher Größe (www.81fuenf.de). (fs)

________________________________________________________________

0706 Visionäre Mobiltät in naher Zukunft

hiriko

Hiriko Citycars (www.hiriko.com) ist eine Gemeinsachaftsarbeit des US-amerikanischen MIT-Forschungsinstituts und dreier spanischer(!) Unternehmen. Das Citycar soll nicht weniger als den Stadtverkehr der Zukunft revolutionieren, und zwar der ziemlich nahen Zukunft. Denn bereits 2012 soll mit der Produktion begonnen werden.
Konzeptionelles Kernstück des Citycars ist seine variable Karosserie. Das rein elektrisch betriebene Mobil faltet sich bei Nichtbenutzung zusammen – die Fahrkabine klappt nach oben, die Hinter- und Vorderachse werden zusammengeschoben. Der benötigte Parkraum liegt dann mit 1,5 Metern länge noch weit unter dem eines Smart – ideale Voraussetzungen für notorisch verstopfte Innenstädte. Ein weiteres spannendes Konzept, dass die Zukunft der Mobilität beschreibt. (fs)

________________________________________________________________

0806 Purer Luxus

rare-elements

Luxus-Haarpflegeprodukte, davon kann es offenbar nicht genug geben, schon gar nicht in Beverly Hills. John Amato und Teri LaVerne, Gründer der Marke Rare El’ements (www.rare-elements.com), kennen ihre Zielgruppe: 18 Jahre haben sie als Besitzer eines der Top-Salons vor Ort die Sehnsüchte der Beauty-süchtigen Society kennen gelernt. Darauf aufbauend entwickelten sie eine Produktlinie, die offenbar mit allen Chemiekeulen konkurrieren kann, aber ganz ohne Sulfate, Silicone, Parabene oder künstliche Duftstoffe auskommt – kollektives Schwärmen in Beverly Hills und bei all den anderen, die gern dazu gehören würden.
Das Design ist herrlich reduziert, ein wie von der Post flüchtig drauf gestanzter Stempel zelebriert den Ursprungsort der Marke, kontrastiert von purer Eleganz. Das Shampoo sieht eher aus wie eine Zigarilloschachtel oder eine Parfum-Verpackung – durchaus tauglich für durch-und-durch-gestylte Badezimmer. Bei dieser Gestaltung schmerzt der Preis (zwischen 34 und 44 Dollar) offenbar auch kein bisschen. So bringt man auch eingefleischte Nicht-Ökos auf den grünen Trip. (na)

 

One Response to Mai/Juni 10

  1. Unquestionably believe that which you stated. Your favorite justification appeared to be on the web the easiest thing to be aware of. I say to you, I certainly get irked while people consider worries that they just do not know about. You managed to hit the nail upon the top and also defined out the whole thing without having side effect , people could take a signal. Will probably be back to get more. Thanks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.