bogb2________________________________________________________________

0610 wohltuend, wohltätig

bild-1

Öko muss nicht nur Öko sein, sondern auch mit sozialem Engagement verknüpft – dies zeichnet sich immer deutlicher ab. Paul Bethke und Jakob Berndt legten diese Einsicht ihrer Softdrink-Marke LemonAid (www.lemon-aid.de) zugrunde und gaben ihr den Claim „Trinken hilft – die flüssige Revolution“ mit auf den Weg. Die Zutaten sind biologisch produziert, kommen fast komplett aus fairem Handel (Ausnahme: hiesige Minze), was die Lebensbedingungen der Hersteller in Brasilien und Paraguay verbessert. Außerdem spendet das Unternehmen einen Teil der Umsätze in soziale Projekte in den Herkunftsländern. Das Design, das BVD (www.bvd.se) aus Stockholm entwickelte, spielt mit dem Erste-Hilfe-Symbol; die Flasche sieht ähnlich schlicht wie eine Infusionsflasche aus. Neben LemonAid brachten Paul Bethke und Jakob Berndt auch die Marke ChariTea auf den Markt, eine Reihe gesüßter Tees, mit verwandtem, aber eigenständigem Design. Hier kontrastierte BVD die Serifenschrift Century Schoolbook mit einem stark abstrahierten weißen Blatt. Wohltuend fürs Auge. (na)

Credit: Fotos: Johann Cohrs
________________________________________________________________

 

0510 Die Schokolade ist eine Scheibe

bild-21

Der österreichische Schokoladehersteller Zotter hat eine neue Schokoladenmarke herausgebracht: Mitzi Blue. In runder Form, nur wenige Millimeter dünn und ungefüllt, ist die neue Schokolade ab Februar im Gourmet-Supermarktsegment in 19 verschiedenen Sorten erhältlich. Sowohl bei den Zutaten, die aus kontrolliert biologischem Anbau und fairem Handel kommen als auch bei der Verpackung aus chlorfrei gebleichtem Karton, bedruckt mit Lebensmittelfarbe, signalisiert Josef Zotter ökologisches Bewusstsein.
„Die Entstehung von Mitzi Blue ist eine verrückte Geschichte“, erzählt Josef Zotter. „In der Auslage eines schönen Wiener Autosalons habe ich zufällig einen himmelblauen MG 1951 entdeckt, das mich sofort angesprochen hat. Bei näherer Betrachtung der Autopapiere kam mir die Idee für den Namen Mitzi Blue: Die Vorbesitzerin des Autos war am Sunset Boulevard in L.A. zuhause und hieß Mitzi Koch. Meine Blitzgedanken waren Mitzi und amerikanisches blaues Auto, Mitzi Blue also. So wurde der Name Mitzi Blue geboren, den ich auch gleich ins Markenregister eintragen ließ. Nun hatte ich zwar eine Marke, aber noch kein Produkt. Bei genauerer Überlegung, welcher Schokoladentyp noch nicht existiert, habe ich entdeckt, dass es noch keine dünne, runde Schokolade gibt. Mitzi Blue war geboren!“
Manchmal ist das Interessante und Außergewöhnliche nicht von langer Hand geplant, sondern entsteht eher zufällig und intuitiv. Das muß nicht schlecht sein, wie man hier schön feststellen kann. Ein Eco-Design-Foodprodukt der wirklich besonderen Art (www.mitziblue.com). (fs)

________________________________________________________________

0410 Korrekter Luxus

skibrille1

Vorbei die Zeiten, als Tierschützer mit Spraydosen Pelzmantelbesitzern nachstellten. Heute kann man als Umweltaktivist offenbar selber Pelz tragen: Friendly Fur bietet diverse flauschige Accessoires aus Fellen von einheimischen Rotfüchsen an, die aufgrund ihrer drohenden Überpopulation ohnehin dezimiert werden müssen. Es werden hierfür also keine Füchse erlegt, sondern ausschließlich Felle verwendet, „die bei kontrolliertem Natur- und Artenschutz einer modernen Waldwirtschaft sowieso anfallen und ansonsten in der Tierkörperbeseitigung landen würden“, so Friendly Fur. Fuchsrecycling sozusagen.
Die Entwürfe stammen von Konzeptioner Nikolas Gleber (alias Engee) und werden von Hand in einer regionalen Manufaktur umgesetzt, die auf schonende Naturpelz-Verarbeitung spezialisiert ist.
Jedes Produkt hat einen individuellen Herkunftsnachweis, in dem Datum der Erlegung und das Revier dokumentiert sind. Aber wie erkennt der Uneingeweihte, wie korrekt der jeweilige Pelzkragen oder die haarige Laptop-Hülle ist? Als Erkennungszeichen ist ein grünes Label an prominenter Stelle eingenäht. Das Firmenzeichen mit dem Text „Friendly Fur – Happy Nature“ spielt ironisch mit visuellem Jägervokabular – Fuchskopf und Eichenlaub samt Sonnenschein.
Werden Pelze also wieder salonfähig? Nikolas Gleber erklärt dazu: „Wir möchten uns von den herkömmlichen Produkten distanzieren und nicht zum wahllosen Tragen irgendwelcher Pelze anstiften, sondern im Gegenteil Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung schaffen für den sachgerechten und verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Materialien.“ Sein Ziel ist es, „Objekte für Luxus mit Gewissen“ zu schaffen, „die zeitlos sind, urban und frisch in ihrer Erscheinung, und traditionell wertig in ihrer Beschaffenheit.“ Die Kollektionsfotos bringen diesen Ansatz bestens rüber. Auf der Website (www.FriendlyFur.de) sind die einzelnen Objekte museal in einer gläsernen Vitrine präsentiert, was Ihre Wertigkeit unterstreicht. (na)

Credit: Fotos: Engee/ Manuel Krug

_______________________________________________________________

0310 Papier statt PET

bild-3
Flaschen aus Papier? Was erstmal wie eine irre Idee klingt, ist ein ausgeklügeltes Konzept, das eines Tages eine echte Alternative zu PET-Flaschen werden könnte. Das Unternehmen Brandimage (www.brand-image.com), das 9 Büros in Amerika, Europa und Asien unterhält, hat unter dem Namen „360 Paper Water Bottle“ einen Prototypen für Flaschen entwickelt, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, zu 100 Prozent recycelbar sind und deren Produktion deutlich weniger Energie verbraucht. Obendrein bestechen sie durch ihr cooles Design, das das zugrunde liegende radikale Umdenken äußerst plakativ vermittelt und dadurch hohes Identifikationspotential für Konsumenten bietet.
Das Material besteht aus Bambus, Palmblättern und ähnlichen Pflanzen. Auf der Innenseite befindet sich ein mikrofeiner PLA-Film, (Polylactide, auch Polymilchsäuren genannnt) der das Austreten der Flüssigkeit und das Eintreten von Sauerstoff verhindert. Die Flaschen werden jeweils in zwei Hälften produziert und später zusammengefügt, wobei sich problemlos auch größere Gebinde erstellen lassen. Das Sixpack ist ein zusammenhängender Block, der keine weitere Hülle braucht.
Reißt man den senkrecht stehenden Verschluss ab, teilt sich dieser in zwei Schichten: Die hintere dient zum hygienischen Wiederverschließen, die vordere kann am Griff befestigt werden, so dass kein loser Müll entsteht. Auch anstelle der üblichen Getränke-Plastikkisten entwickelte Brandimage eine pfiffige Alternative. Diese Einheit mit 24 Flaschen kann im Ganzen verkauft werden, eignet sich zugleich aber auch als Verkaufsdisplay.
Brandimage hat dies Projekt auf eigene Faust entwickelt, stieß damit aber auf riesige Resonanz. Derzeit verhandelt die Agentur mit potentiellen Partnern. Dabei sieht das Konzept vor, dass auch der Aufdruck von Logos etc. so umweltschonend wie möglich realisiert werden muss. Mehr Infos unter www.brand-image.com. (na)

_______________________________________________________________

0210 E-Mountainmoped

elmoto

Neulich entdeckte ich auf einem Streifzug durch Berlin dieses schön anzusehende E-Bike ELMOTO (http://elmoto.com). In Deutschland produziert soll es laut Unternehmen den zukünftigen Weg der Mobilität in urbanen Räumen aufzeigen. Etwas vollmundig, aber irgendwie sympathisch und dynamisch.
„Wir haben vor ein paar Jahren einem großen Energieversorger vorgeschlagen, langfristige Stromverträge so ähnlich wie im Mobilfunkgeschäft mit einem coolen Produkt zu koppeln. Also kostenloses Fahrzeug statt kostenloses Handy“, sagt Stefan Lippert, einer der Chefs der Design-Schmiede IPDD (http://www.i-pdd.com) und die zweite treibende Kraft hinter dem Elmoto. Die Idee wurde abgelehnt. Lippert und sein Partner fingen an, das Fahrzeug auf eigene Rechnung zu entwickeln.
„Wir wollten drei Prämissen erfüllen“, sagt Lippert. „Das Elmoto sollte erstens möglichst leicht sein, dann möglichst charmant daher kommen und sich vor allem ohne zusätzlichen Führerschein so einfach wie ein Fahrrad bedienen lassen.“
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h. Das emissionsfreie und nahezu geräuschlose Gefährt gibt es incl. Ladegerät für 3980€ incl. 19% MWSt. Ein happiger Preis, aber wenn erstmal größere Stückzahlen produziert werden, könnte es günstiger werden. Die Reichweite ist allerdings bei nur 65 km ausbaufähig. (fs)

_______________________________________________________________

0110 Change starts with underwear

pact-image

Unterwäsche braucht man immer. Eigentlich ein sicheres Geschäft mit konstanter Nachfrage. Daher ist der Wäschemarkt auch ein heiß umkämpfter Markt mit vielen Spielern. Das Angebot ist unüberschaubar und indifferent. Selbst Traditionsmarken wie Schiesser können da auch schon mal unter die Räder kommen. Das Nachhaltigkeit einmal mehr Motor für innovative Produkte sein kann, beweist das junge Unterwäschelabel PACT (http://wearpact.com) aus Kalifornien. Nicht nur, das die Unterwäsche aus 100% Biobaumwolle hergestellt wird und sexy stylisch ist; die Gründer des Labels Jason Kibbey & Jeff Denby sehen sich als Teil einer sozialen Bewegung. „Change starts with your underwear“ lautet ihr Motto. Mit dem Kauf einer Unterwäsche von PACT wird zusätzlch eine Non-Profit Organisation unterstützt, die man als Käufer selber auswählen kann. PACT macht dazu 3 Vorschläge: Protecting the world´s forest, Protecting our oceans or support literacy. Dazu sind die Designs der Wäsche dem jeweiligen Thema entsprechend gestaltet. Klasse! (fs)

 

2 Responses to Oktober 09

  1. Karol sagt:

    If you are going for most excellent contents like me, just go
    to see this website every day because it gives quality
    contents, thanks

  2. Erin sagt:

    Hi, i read your blog from time to time and i
    own a similar one and i was just wondering if you get
    a lot of spam comments? If so how do you reduce it, any plugin or anything you can advise?
    I get so much lately it’s driving me insane so
    any assistance is very much appreciated.

    Here is my webpage – How to activate Windows 7
    (Erin)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.