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0509 Hightech Beauty

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Unser erstes Beispiel kommt aus dem Bereich Beauty, das wir im „Green Showroom“, anläßlich der Berlin Fashion Week, entdeckt haben. Snowberry ist eine Premium Skincare-Marke mit natürlichen Inhaltsstoffen. Premium, weil die Gründerin der Marke, Soraya Hendesi, bisher bei Naturprodukten die Wirkstoffe vermisste, die für Anti-aging Produkte ihrer Meinung nach für ein wirksames Produkt notwendig sind. Diese Wirkstoffe werden im Biotech-Labor des Wissenschaftlers Dr. Lavrent produziert. „Kosmetik zu entwickeln“, so Dr. Lavrent, „ist wie ein wunderbares Essen herichten – es verlangt wirkliche Leidenschaft und Spürsinn“.  Dazu kommt das ganze in exzellentem außergewöhnlichen Design, das von der Branding Agentur interbrand entwickelt wurde. Einziger Wermutstropfen: Snowberry kommt aus Neuseeland, das nicht gerade um die Ecke liegt. Aber solange hierzulande solche Produkte nicht entwickelt werden? Und kommt mir jetzt nicht mit Dr. Hauschka. http://www.snowberrybeauty.com (fs)
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0409 Grüne Kreditkarte

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Über die Finanzkrise muss man nicht zwingend immer nur jammern, man kann sie auch nutzen, um was Neues auf die Beine zu stellen. Utopia, Internetplattform für strategischen Konsum, hat sich mit der GLS-Bank zusammengetan und eine Utopia-Kreditkarte aus der Taufe gehoben. Auf die Farbe grün haben die beiden Parteien beim Design bewusst verzichtet, auf den grünen Hintergrund aber keineswegs: 30 Prozent der Kreditkartenerträge gehen an die von Kindern initiierte Aktion „Plant for the Planet“ (http://www.plant-for-the-planet.org), die weltweit Bäume für ein besseres Klima pflanzt.
Die Utopia-Kreditkarte kann ohne einen Konto- oder Bankwechsel in wenigen Sekunden online beantragt werden (www.utopia.de/kreditkarte). Sie soll den Zahlenden zudem als Erkennungszeichen dienen – er kann damit seinen strategischen Konsum offenbar machen: „Ich kaufe nicht auf Kosten des Klimas oder auf Kosten von anderen ein. Ich konsumiere strategisch, indem ich darauf achte, wie etwas hergestellt wird!“, umschreibt Utopia die Botschaft der schicken schwarzen Karte, die zum „grünen Status-Symbol“ werden und andere anstecken soll, strategisch zu konsumieren.
Zusätzlich kann man sich ein grünes Utopia-Konto bei der GLS-Bank zulegen – sie investiert ausschließlich in Unternehmen und Projekte, die unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten zukunftsweisend sind. Wunderbare Kooperation, mustergültiges Konzept. (na)

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0309 Einfaches Schuhwerk

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Der Name der Schuhmarke klingt schon erfrischend anders: Simple Shoes. Einfach ein einfacher Schuh. Sonst nichts. Keine Zauber-Marketing-Werbe-Sprache. Einfach Schuh. Reduziert auf das Produkt. Ich selbst bin stolzer Besitzer eines einfachen Schuhs. Bezauberndes Design, bequem, aus recyceltem Autoreifen(!) und Organic Cotton. Die Schnürrsenkel werden aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Der Leitsatz des Unternehmens mit Sitz in Santa Barbara, Kalifornien, ist auch simple, aber konsequent: we´re are committed to making our products 100% sustainable. http://www.simpleshoes.com (fs)
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0209 Totale Transparenz

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Eine einfache, ungeheuer wirkungsvolle Idee hatte die  Agentur Rosenstand & Co aus Kopenhagen (http://www.rosenstandco.dk), als sie das Design für den Öko-Softdrink Organa von House of Beer (Carlsberg Group) entwickelte: Sie verwendete die Initialie O auf dem Etikett in plakativer Größe und stanzte die Punze komplett heraus. So sorgt das Design für Durchblick – die Transparenz rückt die Reinheit der Inhaltsstoffe ins Bewusstsein und suggeriert nebenbei, dass es bei diesem ehrlichen Produkt nichts zu verbergen gibt. Außerdem sorgt das Etikett mit Guckloch und erstaunlich viel Weißraum für Einzigartigkeit im Flaschenregal. Kaum zu glauben, dass die Agentur bisher kein Verpackungsdesign gemacht hat – oder vielleicht fand sie gerade deshalb einen erfrischend anderen Zugang. Bionade sieht dagegen jedenfalls echt altbacken aus. (na)

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0109 Überflüssiges im Überfluss

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Wie kann man nackte Zahlen aus der Statistik öffentlich erfahrbar machen? Zum Beispiel, dass die US-Amerikaner pro Sekunde 1500 Plastik-Wasserflaschen konsumieren? Das Designbüro MSLK aus Long Island City (New York) gelang dies mit der Installation „Watershed“, die im Juni beim Figment Art Festival auf Governors Island zu sehen war und Ende September beim 13th D.U.M.B.O. Art under the Bridge Festival zu sehen sein wird (www.dumboartscenter.org/festival.html).
Für das Projekt zogen sie 1500 leere Plastik-Wasserflaschen auf 42 Fäden und hängten diese in einen gigantischen Baum. MSLK-Gründer Marc S Levitt and Sheri L Koetting wollen mit dieser Aktion darauf hinweisen, dass man eigentlich nur den Wasserhahn aufzudrehen braucht, um gutes Trinkwasser zu erhalten. Zwischen die Flaschen hängten sie ein tropfenförmiges Schild, dass die Umweltbelastung der Flaschen verdeutlicht: 19 Millionen Barrel Öl werden für die Produktion von Wasser in Plastikflaschen jährlich verbraucht; trotz bestehender Recycling-Programme werfen die Konsumenten 80 Prozent der Flaschen in den normalen Müll. Der Plastik-Abfall entfaltet in diesem künstlerischen Kontext eine erstaunliche ästhetische Wirkung und regt dazu an, aus anderer Perspektive über das Müllthema nachzudenken. (na)

 

One Response to September 09

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